Fahndung nach Täter

Remscheid: Suche nach mutmaßlichem Schützen - Zugriff in Essen blieb ohne Erfolg

Bayram Ö. wird verdächtigt, in Remscheid auf eine 47-jährige Frau und deren 24-jährigen Sohn geschossen zu haben. Er ist auf der Flucht.
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Bayram Ö. wird verdächtigt, in Remscheid auf eine 47-jährige Frau und deren 24-jährigen Sohn geschossen zu haben. Er ist auf der Flucht.

Update Freitag, 9. Juli, 18.46 Uhr: Polizei und Staatsanwaltschaft fahnden weiter nach Bayram Ö. In Essen gab es einen Zugriff - jedoch ohne Erfolg.

Update Freitag, 18.16 Uhr

Auf der Suche nach Bayram Ö., den mutmaßlichen Schützen von der Geibelstraße in Alt-Remscheid, hat die Polizei in Essen zugeschlagen. Der Zugriff schwer bewaffneter Kräfte, der heute gegen 16.45 Uhr im Stadtteil Vogelheim erfolgte, blieb jedoch ohne Erfolg. Der Gesuchte konnte nicht festgenommen werden. Die Polizei wird ihre Fahndung nach dem Mann jedoch weiter auf Essen konzentrieren. Unter türkischen Landsleuten in Remscheid ist der 53-jährige unterdessen als „harter Mann“ bekannt. Wie berichtet, steht Bayram Ö. im dringenden Verdacht, am Mittwochnachmittag auf seine Ex-Frau (47) und ihren Sohn (24) geschossen zu haben. Beide wurden dabei schwer verletzt.

Update Donnerstag, 8. Juli: Nach den Schüssen in Remscheid ist der Täter weiter auf der Flucht. Nun haben Polizei und Staatsanwaltschaft ein Fahndungsfoto veröffentlicht. Der Gesuchte ist Bayram Ö.. Die Suche dauere an, hieß es am Donnerstag.

Im Zusammenhang mit dem versuchten Tötungsdelikt in Remscheid fahndet die Polizei mit einem Bild nach dem
mutmaßlichen Täter. Bei dem Gesuchten handelt es sich um Bayram Ö. Der 53-Jährige steht im dringenden Verdacht mit einer Schusswaffe auf die 47-jährige Frau sowie den 24-jährigen Mann geschossen zu haben.

Der Gesuchte ist 1,78 Meter groß, schlank, hat braune Augen, graumeliertes Haar und einen dunkleren Teint. Zur Tatzeit trug er
dunkle Kleidung.

Wer auf Bayram Ö. trifft, sollte ihn nicht ansprechen, sondern umgehend die Polizei über den Notruf 110 informieren. red

Die Polizei hat die Geibelstraße in Remscheid nach einer Schussabgabe gesperrt.

Update, 17 Uhr

Remscheid. Nach den Schüssen auf eine 47-jährige Frau und ihren 24-jährigen Sohn in der Geibelstraße ist der Täter weiter auf der Flucht. Die Suche nach ihm dauere an, hieß es am Donnerstag bei der Staatsanwaltschaft Wuppertal. Um wen es sich bei dem Gesuchten handelt, will die Behörde nicht sagen. Auch machte sie keine Angaben zu einem möglichen Tatmotiv oder seinem möglichen Aufenthaltsort.

Laut Augenzeugen handelt es sich um den ehemaligen Lebensgefährten der Frau. Er war am Mittwochnachmittag mit einem Auto am Haus seiner Opfer erschienen und hatte im Streit aus einer kleinkalibrigen Waffe mehrere Male auf Mutter und Sohn geschossen. Auf der Flucht vor dem Schützen stürzte der Sohn aus einem Fenster des Treppenhauses und fiel dabei auf das Fahrzeug, mit dem der Schütze anschließend davonraste.

Mutter und Sohn erlitten schwere Verletzungen. Eine Mordkommission ermittelt jetzt wegen eines versuchten Tötungsdeliktes gegen den Mann. neu/ric

Ursprungsartikel von Mittwoch, 7. Juli:

Remscheid. Bei einer Gewalttat in Remscheid sind am späten Mittwochnachmittag, 7. Juli, eine Mutter (47) und ihr Sohn (24) durch Schüsse schwer verletzt worden. Beide sind außer Lebensgefahr. Der Täter, laut Nachbarn handelt es sich um den ehemaligen Lebensgefährten der Frau, ist flüchtig. Die Polizei leitete am Abend eine Ringfahndung nach ihm ein.

Zu den dramatischen Szenen nahe des Remscheider Stadtzentrums kam es gegen 16.20 Uhr im Eingangsbereich eines Hauses an der Geibelstraße. Mutter und Sohn waren vom Einkauf nach Hause gekommen. „Ich hörte Geschrei“, berichtet einer der Anwohner, „dann fielen die Schüsse.“

„Gott sei Dank waren wir mit den Kindern nicht auf der Straße.“

Junge Mutter

Bis zu sechs Mal soll der Mann aus einer kleinkalibrigen Waffe in Richtung von Mutter und Sohn abgedrückt haben. Er traf sie unter anderem im Bein und im Oberkörper. Beide brachen vor ihrem Haus zusammen. Der Schütze sprang in ein Auto und flüchtete.

Die Nachbarn, die das Geschehen aus dem Fenster verfolgt hatten, riefen Polizei und Feuerwehr. Notärzte versorgten die Verletzten vor Ort, der Rettungsdienst brachte sie ins Sana-Klinikum.

Schüsse in Remscheid: Hintergrund der Tat ist noch völlig unklar

Die Polizei sperrte die Geibelstraße komplett ab, auch Anwohner durften nicht mehr zu ihren Häusern. Mit Maschinenpistolen bewaffnete Polizisten sicherten den Tatort, während Kriminalbeamte und Spurensicherung ihre Arbeit auf der Straße und im Inneren des Hauses aufnahmen, in dem Mutter und Sohn leben. Alle Tatzeugen versammelte die Polizei in einem Nachbarhaus. Dort wurden sie zu ihren Beobachtungen vernommen.

Die parallel zur Martin-Luther-Straße verlaufende Geibelstraße gilt als ruhige Wohngegend. „Wir wohnen noch nicht lange hier“, berichtet Kevin Buschhaus (27), der mit Frau und Kindern in der Geibelstraße lebt. Seine Frau ist geschockt: „Gott sei Dank waren wir mit den Kindern nicht auf der Straße.“

Die Hintergründe der Tat sind noch völlig unklar. Nachbarn schildern die beiden Verletzten als freundlich und unauffällig. „Das sind ganz normale Leute.“ Die Polizei teilte nur wenige Informationen mit und sprach von einer „Auseinandersetzung im zwischenmenschlichen Bereich“. Insbesondere verlor sie über den Täter keine Silbe.

Für die Fahndung nach ihm und dem Fahrzeug, das er für seine Flucht benutzte, setzte die Polizei auf den Straßen und auf der Autobahn zahlreiche Kräfte ein. Der Erfolg blieb zunächst aus. Der Mann ist weiterhin flüchtig.

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