Alleestraße

Sinn-Leffers: Eigentümer will abreißen

Seit 2009 steht das alte Kaufhaus an der Alleestraße leer. Es wurde zum Spekulationsobjekt.
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Seit 2009 steht das alte Kaufhaus an der Alleestraße leer. Es wurde zum Spekulationsobjekt.

Frist verstrichen - Preis verdoppelt: Stadt Remscheid möchte das Grundstück mitten in der City nach wie vor kaufen – aber nicht zu jedem Preis.

Von Axel Richter

Remscheid. Weg soll der alte Sinn-Leffers. Lieber heute als morgen. Doch so ein Abriss ist teuer. Wie teuer, das lässt der aktuelle Eigentümer der Schrottimmobilie gerade errechnen. Danach will er mit der Stadt Remscheid erneut über das Grundstück verhandeln, denn die möchte es nach wie vor kaufen. Nur nicht zu jedem Preis.

Wie berichtet, hat die Stadt große Pläne für den alten Kaufhausstandort an der Alleestraße. Ein „dritter Ort“ soll entstehen. So nennen die Stadtplaner heute Treffpunkte, wo Kultur und Gastronomie zusammenkommen und neue Aufenthaltsqualität entsteht.

Sinn-Leffers: Diskussion um Preis

Als die Kaufhausruine im vergangenen Jahr erstmals zum Verkauf stand, stellte sich die Stadt Remscheid jedoch nicht gerade geschickt dabei an. Zwar hatte sie ein Vorkaufsrecht, doch schaffte sie es nicht, die Papiere binnen drei Monaten rechtzeitig auf die Post zu bringen. „Da haben wir einen Bock geschossen“, räumte Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz (SPD) auf dem diesjährigen IHK-Wirtschaftsempfang ein.

Mit der Hollmann & Klassen GmbH & Co. KG kam stattdessen ein anderer zum Zug. Das Unternehmen bei Bremen erstand den Leerstand zum vergleichsweise günstigen Preis von rund einer Million Euro. Danach wäre die Immobilienfirma den Leffers gern wieder losgeworden, allerdings sollte er jetzt 4,5 Millionen Euro kosten.

Die Stadt Remscheid lehnte dankend ab. Allerdings entspann sich danach ein Preispoker, der bis heute anhält. Zuletzt lag der Preis, den die Bremer gern hätten, noch bei 1,86 Millionen Euro, doch auch das sind noch 860 000 Euro mehr als die Stadt ursprünglich hätte für den Leffers zahlen müssen.

Wie geht es weiter?

„Wir sind in guten Gesprächen“, sagt Volker Mädel, der die Verhandlungen auf Verkäuferseite führt. Das kling anders als noch vor einem Jahr. Im Gespräch mit dem RGA hatte er der Stadt damals eine „negative und wenig konstruktiven Gesprächsatmosphäre“ bescheinigt. Auch der Oberbürgermeister klingt zufrieden. „Wir sind auf einem vernünftigen Weg“, sagt Mast-Weisz.

Wie der aussieht? Aktuell warten beide Seiten auf die Angebote der Abrissunternehmen. Danach würden die Bremer Eigentümer das Gebäude abreißen lassen und das geräumte Grundstück anschließend an die Stadt Remscheid veräußern – wenn sie sich denn auf den Preis einigen.

Mast-Weisz drückt aufs Tempo. „Das Ding muss weg“, sagt er mit Blick auf die seit 13 Jahren vor sich hingammelnde Ruine. „Und das möglichst schnell.“

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