Kriminalität

Reichsbürger hatte Flucht nur vorgetäuscht

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52-Jähriger sitzt weiter in U-Haft. Staatsanwalt ermittelt.

Wuppertal. Der mutmaßliche Reichsbürger, der am Freitag von SEK-Kräften festgenommen worden war, hatte vorab seine Flucht ins Ausland vorgetäuscht. Der Mann war festgenommen worden, weil er unter anderem Wuppertals Oberbürgermeister mit dem Tode bedroht haben soll.

Laut Staatsanwalt Wolf-Tilman Baumert versuchte der 52-Jährige in Videos den Eindruck zu erwecken, er befände sich in Österreich. Der Zugriff erfolgte in Bad Laasphe in einem Haus, dessen Besitzer eine Nähe zur Reichsbürger-Szene nachgesagt wird.

Der konkrete Grund für den Haftbefehl seien vier Fälle von Bedrohung gewesen. Insgesamt werden dem vorbestraften Mann bislang 28 Taten vorgeworfen: Nachstellung, Bedrohung, Beleidigung. Bei der Festnahme wurden im Haus auch Waffen gefunden. Im Raum stehe die Frage, ob der Mann psychische Probleme habe. Dafür, dass der 52-Jährige den Reichsbürgern zuzuordnen sei, spreche einiges. Unter anderem hatte er um „Amtshilfe der US-Behörden“ gebeten. Ein gängiges Muster bei denen, die die deutsche Regierung ablehnen und von der BRD als „besetztem Staat“ sprechen.

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