Mobilität

Rauenthal: Deutsche Bahn arbeitet ab 2024

Im Rauenthaler Tunnel wurde 2016 gebohrt, um zu sehen, ob man die Tunnel verbreitern kann. 2024 soll gearbeitet werden. Archivfoto: Schwartz
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Im Rauenthaler Tunnel wurde 2016 gebohrt, um zu sehen, ob man die Tunnel verbreitern kann. 2024 soll gearbeitet werden.

Zwei Tunnel werden einer –Züge sollen schneller und öfter fahren.

Von Leslie Jil Stracke und Julia Pfau

Wuppertal. Die Deutsche Bahn plant den Beginn der Umbauarbeiten am Rauenthaler Tunnel im Jahr 2024. Das betrifft die Bahnstrecke der S7 zwischen Oberbarmen und Remscheid-Lennep. Die beiden Tunnelröhren des Rauenthaler Tunnels sollen erneuert und zu einer zweigleisigen Röhre zusammengelegt werden. Die Strecke werde so für neuere, größere Züge befahrbar gemacht, erklärt die Bahn. Bis 2025 sollen die Baumaßnahmen abgeschlossen sein.

Momentan laufe das Planfeststellungsverfahren, an dessen Ende eine Baugenehmigung stehen soll. Bevor dieses Verfahren abgeschlossen sei, könne man sich zu bevorstehenden Kosten „leider nicht äußern“.

Während der Umbauarbeiten kommt es zu einer Sperrung des Tunnels. Durch Schienenersatzverkehr und einen temporären Bahnsteig soll der Personenverkehr auf der Strecke jedoch weitestgehend aufrechterhalten werden.

Der Tunnel soll schnellere Fahrten ermöglichen

Wie die Deutsche Bahn in einer Informationsbroschüre bekanntgab, sei das Ziel, die Strecke „fit für den Verkehr von morgen zu machen“. Die Zusammenlegung der Tunnelröhren führe dazu, dass sich neben der „wiedergewonnenen Zweigleisigkeit“ die Möglichkeit ergebe, schneller zu fahren. Man erhoffe sich so, mehr Züge über die Strecke führen zu können. Die Bauarbeiten umfassen neben der geplanten zweigleisigen Tunnelröhre die Erneuerung der gesamten Gleisanlage.

Zusätzlich sei der Neubau der Tunnelportale sowie die Anpassung der Leit- und Sicherheitstechnik vorgesehen, schreibt die Deutsche Bahn. Das hat auch Auswirkungen auf die Länge des Tunnels: Nach den Baumaßnahmen soll er 270 Meter lang sein, fünf Meter mehr als momentan.

Frank Meyer, Wuppertaler Verkehrsdezernent, ist dem Projekt gegenüber positiv gestimmt: „Ich sehe keine Probleme. Für die Deutsche Bahn handelt es sich hierbei um ein Routine-Bauprojekt.“

Eine dritte Tunnelröhre, der Langerfelder Tunnel, befindet sich direkt neben den Röhren des Rauenthaler Tunnels. Sie soll als Erweiterung der Langerfelder Trasse genutzt werden. „Nach Abschluss der Bauarbeiten der Deutschen Bahn 2025 kann die dritte Tunnelröhre für den Ausbau als Radweg genutzt werden, ein Projekt der Initiative Neue Ufer“, berichtet Meyer. „Wir hoffen sehr, dass das klappt und freuen uns auf die neue Verbindung.“

Die Deutsche Bahn hinterlasse nach Fertigstellung ihres Bauprojekts eine „Fahrradtrasse im Rohbau“, heißt es vom Verein Neue Ufer. Der Verein um Dajana Meier habe „inzwischen Förderung und Spendengelder akquiriert“ und baue „im besten Falle sofort weiter.“

Müngstener könnte zusätzliche Haltestelle bekommen

Auch Eberhard Hasenclever, Bezirksbürgermeister in Langerfeld-Beyenburg, stuft das Vorhaben als positiv ein, berichtet aber auch von Bedenken vereinzelter Anwohner – befürchtet würden durch die Bauarbeiten verursachte Risse an den angrenzenden Mehrfamilienhäusern. Für die Stadtteilbewohner biete das Bauprojekt auch neue Möglichkeiten: Eine weitere Haltestelle der S7 im Rauental, in der Mitte der Badischen Straße – ein Wunsch, der seitens des Bezirks schon länger bestehe. Ob die Haltestelle, die zunächst als Behelfsbahnsteig errichtet wird, dauerhaft bestehen bleiben kann, sei jedoch unklar. Eine Machbarkeitsstudie oder konkrete Planungen für eine dauerhafte Lösung gebe es hierzu bisher nicht, so ein Sprecher der Bahn. „Wir sehen dem Bauprojekt positiv entgegen, insbesondere durch unsere Hoffnung auf die neue Haltestelle“, betont Hasenclever.

Neben infrastrukturellen Belangen spielt laut Bahn auch der Schutz von Natur und Umwelt eine Rolle in der Planung. Im Landschaftspflegerischen Begleitplan seien Maßnahmen zum Schutz von Natur und Umwelt festgelegt. Für Fledermäuse, die den Tunnel als ihren Rückzugsort nutzen, werde ein neues Fledermausquartier im Tunnelportal geschaffen.

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