Buga 2031

Von Stadtquartier zu Stadtquartier: So soll ein Radwegering Wuppertal verbinden

Die Grafik zeigt den Verlauf des Radwegrings: Grün sind Naturräume, weiß Unternehmen, die an der Strecke liegen.
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Die Grafik zeigt den Verlauf des Radwegrings: Grün sind Naturräume, weiß Unternehmen, die an der Strecke liegen.

Initiative für das Buga-plus-Projekt in Wuppertal gewinnt weitere Unterstützer. Der erste Teil des Radwegerings könnte schon bald genutzt werden können.

Von Katharina Rüth

Wuppertal. Auf dem Weg zu einem Radwegering durch Wuppertal treten die Initiatoren kräftig in die Pedale. Den Stand des Projekts, das offiziell als Buga-plus-Projekt der geplanten Bundesgartenschau 2031 gilt, erfuhren nun die Vertreterinnen und Vertreter der Bürger- und Bezirksvereine. Bei der Veranstaltung erhielten Günter Wahle und Manfred Meyers von der Initiative Miteinander Füreinander begeisterte Zustimmung für den Plan des Radwegerings. Peter Vaupel, Vorsitzender des Stadtverbands, sagte: „Das ist eine riesige Chance.“ Darüber hinaus haben sich weitere Unterstützer für die Idee engagiert.

Schon im Frühjahr erhielt der Radwegering auf einem Workshop der Bürgervereine zur Buga und zu möglichen zusätzlichen Projekten die meisten Punkte. Entwickelt hat die Idee die Initiative Miteinander Füreinander Heckinghausen gemeinsam mit Greenpeace Wuppertal. Der komfortabel befahrbare Radweg, ein „Premium-Radweg“, soll attraktive Naturräume der Stadt und unterschiedliche Stadtquartiere für Buga-Besucher erreichbar zu machen.

Er soll vom Buga-Gelände über die Nordbahntrasse führen, dann über die Schwarzbach- und die künftige Langerfeldtrasse durch die Ronsdorfer Anlagen auf die Südhöhen, über die Sambatrasse zum Zooviertel und wieder nach Vohwinkel. Am Stadion soll der Weg nach dem Willen der Initiatoren über den Parkplatz zwischen Stadion und Wupper führen – „das wäre ideal“, findet Meyers. Auf den Trassen und an vielen Stellen lässt sich bereits gut radfahren, andere Stellen müssen noch ausgebaut werden.

Günter Wahle und Manfred Meyers zeigten den Vertretern der Bürgervereine ein kurzes Video, das die mögliche Strecke wie aus der Vogelperspektive abflog – und damit zeigte, durch welche schönen Ecken der Stadt der Radweg führen würde.

Viele Argumente unterstützen ihre Idee: die Einbeziehung der gesamten Stadt – auch der östlichen Stadtteile und diverser Projekte an der Strecke – in die Buga, die Schaffung einer touristischen Attraktion über die Buga hinaus, einen kräftigen Rückenwind für den Ausbau der Fahrradinfrastruktur in Wuppertal durch eine Grundstruktur, von der aus ein Netz wachsen kann, eine günstige Anbindung zahlreicher Unternehmen mit mehreren 1000 Mitarbeitern und damit einen Schub für eine andere Mobilität.

Die Bürgervereine wollen nun ihre Ortskenntnis einbringen, den Radwegering auf Herz und Nieren prüfen und gegebenenfalls Alternativvorschläge für einzelne Streckenabschnitte machen. Zudem wollen sie ihre Kontakte nutzen, um für das Projekt zu werben.

Die erfolgreiche Umsetzung könnte wegweisend sein

Als Unterstützer haben die Initiatoren zudem Wuppertalaktiv gewonnen, den Verein aus Unternehmen und Privatpersonen, die sich für ein positives Image der Stadt einsetzen. „Wir sehen in dem Radwegering eine sehr große Chance für Wuppertal“, sagt Jürgen Harmke aus dem Vorstand von Wuppertalaktiv.

Auch mit der Stadt und der Universität seien sie im guten Kontakt. Günter Wahle ist überzeugt: „Der Radwegering könnte einen symbolischen Charakter bekommen, weil er die Stadt verbindet und weil er zeigt, dass uns ein solches Projekt gemeinsam gelingt.“

Das Wichtigste ist, Geld für die Ausbauarbeiten zu beschaffen. Fördertöpfe gebe es viele, gerade für den Ausbau von Radfahrwegen. Die Initiative hat begonnen, einzelne Streckenabschnitte zu analysieren, um festzulegen, was dort jeweils zu tun ist.

Zunächst warten Günter Wahle und Manfred Meyers jetzt auf die Rückmeldungen aus den Bürgervereinen zur Streckenführung. Im kommenden Frühjahr wollen sie den Verlauf endgültig festlegen. Ihr nächstes Etappenziel: Dass der Radwegering 2025 befahrbar ist, wenn auch nur provisorisch. „Von da an kann er bis zur Buga weiter ausgebaut werden“, erklärt Günter Wahle.

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