Wichtiges Verbindungsstück

Radweg unterhalb des Autobahnkreuzes Sonnborn ist restauriert

Der Weg ist nun glatt und breit und führt an der Wupper bis zum Sonnborner Kreuz.
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Der Weg ist nun glatt und breit und führt an der Wupper bis zum Sonnborner Kreuz.

Wuppertal. Radfahren macht nicht nur viel Spaß, sondern ist auch gut für das Klima. Und auch die Stadt Wuppertal hat etwas für das Wohlbefinden der Fahrer unternommen.

Von Florian Theißen​

ADFC-Tourguide Martin Ribbe weiß: „Eine große Freude für alle Fahrradfahrer. Ein wichtiges Verbindungsstück im Radfahrnetz ist vorzüglich wieder hergerichtet worden, macht Spaß zu fahren und kürzt Strecken deutlich ab.“

Unterhalb vom Autobahnkreuz Sonnborn habe es immer schon einen Weg gegeben, der bei den letzten Hochwassern sehr gelitten hat und quasi jahrelang nur mit Mühe befahrbar gewesen sei, so Ribbe. Gemeint ist das Teilstück an der L418, das an der Wupper entlang führt und mit der Nordbahn-Trasse verbunden ist. Das Hochwasser hatte im vergangenen Jahr für einige Schäden gesorgt.
Dieses Teilstück, das von Müngsten oder auch Cronenberg zu erreichen ist, war dabei ebenfalls stark zerstört worden und laut Ribbe kaum bis gar nicht befahrbar gewesen.

Dies ärgert auch Bezirksbürgermeister Georg Brodmann (SPD). Er findet, dass mehr in neue Radwege investiert werden sollte. Auch er fährt häufig mit dem Rad und ist erschüttert darüber, dass der Autoverkehr in den vielen Fällen Vorrang hat. „Die meisten Menschen haben Angst mit dem Rad zu fahren, weil die Straßen nicht sicher sind und oft zu wenig Abstand zu fahrenden Fahrzeugen besteht“, erklärt Brodmann. „Fahrradfahrer brauchen genug Freiraum und Platz, um sich wohl und sicher zu fühlen, weshalb unbedingt neue Markierungen auf die Straße müssen, die diesen Raum klar abgrenzen.“
Fahrradfahren in Wuppertal: An der Strecke wurden Bänke zum Ausruhen aufgestellt

Außerdem sei eine nennenswerte Personalverstärkung dringend nötig, die sich auf solche Fälle spezialisieren, ergänzt Brodmann. Doch das benannte Teilstück hat bereits eine deutliche Restaurierung hinter sich. Glatte und breite Strecken, die durch schönste Landschaft führen und dabei sicher sind, freuen nicht nur den ADFC-Tourguide Martin Ribbe, sondern auch die vielen Radfahrer, die täglich über die restaurierte Strecke fahren. Außerdem gibt es gute Verbindungen zu weiteren Routen, die auch den alltäglichen Reiz zum klimaneutralen Fortbewegen unterstützen.

Weitere Highlights der neuen Abschnitts sind auch die Bänke, die nicht nur entlang der Wupper aufgestellt sind, sondern sogar im Fluss und somit eine entspannte Atmosphäre bieten. Der Verkehrswegeplan für zukünftige Entscheidungen rund ums Fahrradfahren ist laut Georg Brodmann noch nicht ganz vollständig und es wird weiter dran gearbeitet. Allerdings steht für eine Realisierung noch eine Menge Arbeit an. Vor allem die Politik müsse sich noch mehr auf die Seite des Radverkehrs stellen.

Damit das Fahrrad für immer mehr Menschen als Fortbewegungsmittel für kurze Alltagsstrecken genutzt werden kann, muss Priorität auf das Thema gesetzt werden. Ein solches Projekt der Stadt Wuppertal ist laut ADFC-Tourguide Martin Ribbe die Aktion Stadtradeln, bei der möglichst viele Kilometer mit dem Fahrrad zu absolvieren sind. Egal ob im Beruf oder der Freizeit, etwa 1500 Personen machen jedes Jahr mit. Egal ob im Team oder alleine.

Nachdem das vorher betroffene Teilstück nun wieder restauriert wurde, hat auch Bezirksbürgermeister Georg Brodmann vor, dieses bei nächster Gelegenheit zu nutzen. Außerdem habe er die Hoffnung, dass durch die neuen Markierungen ein größeres Sicherheitsgefühl bei den Radfahrern entsteht – damit immer mehr Menschen in Zukunft mit dem Rad fahren.

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