Neugestaltung einer Brachfläche

Pumptrack an der Nordbahntrasse soll im August öffnen

Der Entwurf zeigt die erste Pumptrack-Anlage Wuppertals, die an der Nordbahntrasse entsteht.
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Der Entwurf zeigt die erste Pumptrack-Anlage Wuppertals, die an der Nordbahntrasse entsteht.

Wuppertal. Um Fördergeld zu sichern, muss die Stadt Wuppertal das 350.000 Euro teures Projekt bis zum 30. Juni fertigstellen.

Von Jonas Meister

Noch ist neben dem Spielplatz Windhukstraße nicht viel zu sehen. Doch das soll sich spätestens nächste Woche ändern, denn dann sollen direkt an der Nordbahntrasse nach vielen Verzögerungen die Arbeiten für die erste Pumptrack-Anlage Wuppertals beginnen.

Ein gutes Signal, da die Zeit für den Bau des welligen Mountainbike- und BMX-Parcours drängt. Bis zum 30. Juni muss die knapp 350 000 Euro teure Neugestaltung der Brachfläche, die die Trasse laut Stadt zum Quartier hin öffnen und auch den Blick auf die Gründerzeithäuser freigeben soll, abgeschlossen sein. An diesem Tag läuft nämlich die Förderung aus.

Die Entscheidung, den Pumptrack in Langerfeld zu bauen, fiel erst im März vergangenen Jahres durch einen Ratsbeschluss. Zunächst hatten die Planer nämlich die Allensteiner Straße als Standort für das 1250 Quadratmeter große Areal angedacht. Doch aus den Reihen der benachbarten Kleingärtner waren Sorgen laut geworden, dass der Betrieb dort mit viel Lärm verbunden sei. Die Einwände überzeugten die Vertreter der BV Oberbarmen dann aber so nachdrücklich, dass sie sich gegen eine Realisierung des Projekts in ihrem Stadtteil aussprachen.

Das Problem dabei: Hier hatte die Stadt schon 25 000 Euro in die Planung investiert und musste dann erst wieder gut ein Jahr lang nach einem passenden Ersatzstandort, in diesem Fall in Langerfeld, suchen.

Doch auch hier lief nicht alles nach Plan. „Wir haben Anfang März damit begonnen, den Oberboden abzutragen und sind dabei auf Asphaltreste und alten Gleisschotter gestoßen“, berichtet der zuständige Bauleiter Thomas Deitermann. Um gefährliche Verunreinigungen auszuschließen, mussten im Anschluss zunächst Materialproben genommen und in ein Labor geschickt werden. Erst nach drei Wochen brachte die Auswertung dann schließlich Entwarnung.

Nach Ostern soll mit der Modellierung begonnen werden

So soll dann noch vor den Feiertagen der Boden begradigt und aufgefüllt werden, bevor nach Ostern die Modellierung des Pumptrack-Kurses mit seinen Sprüngen, Kreuzungen und Steilkurven beginnen soll.

Deitermann: „Der Entwurf für die Strecke stammt vom Landschaftsarchitekturbüro Maier aus Köln und den Auftrag der Asphaltdeckschicht übernimmt dann die Firma Rohleder aus Wuppertal.“ 20 Prozent der Kosten für die Anlage, die aus dem Pumptrack sowie einer Kinderlaufradstrecke besteht und zu der auch ein Vorplatz mit Bänken und schattenspendenenden Bäumen gehört, übernimmt die Stadt Wuppertal selbst. Die restlichen 80 Prozent, rund 281 000 Euro, werden aus dem Förderprogramm „Sozialer Zusammenhalt Oberbarmen/Wichlinghausen“ bezogen.

Da der neben der Strecke verlegte Rollrasen noch anwachsen muss, kann die Eröffnung des Kurses deshalb erst im August nach den Sommerferien stattfinden. „Es wird eine Eröffnungsfeier geben zu der der Skatepark Wicked Woods zusammen mit einem weiteren Verein ein Rennen organisiert hat, zu dem neben Profis auch Jedermänner eingeladen sind“, freut sich Lukas Meier vom Quartierbüro Vierzwozwo.

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