Prozess: Überfall auf Schwangere

Amtsgericht Wuppertal verurteilt 19-Jährige

Wuppertal -kar- Das Amtsgericht Wuppertal hat eine 19-Jährige verurteilt, die an einem Überfall auf die schwangere Ex-Freundin ihres Bruders und deren Freund beteiligt war. Die Angeklagte wurde aufgrund ihrer Vorstrafen und weil sie unter Bewährung stand zu zwei Jahren und acht Monaten Haft verurteilt.

Die Angeklagte soll mit vier weiteren Tätern, darunter ihre zwei Brüder, das Paar beschimpft, geschlagen und getreten haben. Zwei der Mittäter sind verurteilt. Die Angeklagte befand sich in den vergangenen sechs Monaten in U-Haft. Hauptthema des Prozesses war, ob der Raub gemeinschaftlich ausgeübt wurde und ob die Angeklagte versuchte, das Ungeborene zu verletzen.

Nach ihrer Aussage hätte sie einen Tag vor der Tat „Stress“ mit der 19-Jährigen am Telefon gehabt. Sie sei mit ihren zwei Brüdern und den anderen beiden Beteiligten am Tag darauf in die Wohnung des jungen Paares gefahren, um Gegenstände abzuholen, die dem 27-jährigen Bruder gehörten. Dann sei sie aggressiv geworden, habe die Schwangere aufgrund des provokativen Telefonats zweimal mit der flachen Hand ins Gesicht geschlagen. Von der Schwangerschaft habe sie nichts gewusst.

Eine Polizeibeamtin sagte als Zeugin aus, man hätte der jungen Frau, die damals im sechsten Monat schwanger war, auf den ersten Blick die Schwangerschaft nicht angesehen. Auch die anderen Zeugen sollen von der Schwangerschaft nichts gewusst haben. Die Angeklagte habe zudem nicht mitbekommen, dass Gegenstände im Gerangel entwendet wurden. Sie sei während des Überfalls beschäftigt gewesen, die Sachen ihres Bruders zusammenzusuchen.

Im Gerichtssaal erschien die damals Schwangere erneut als Zeugin und schilderte zum dritten Mal, was ihr geschehen ist. Als sie nach ihrer Aussage aufstand, richtete sich die Angeklagte direkt an sie: „Ich habe dir einen Brief geschrieben. Ich wollte sagen, dass es mir alles sehr leidtut und es nicht so weit hätte kommen müssen.“ Den Brief nehme sie an, die Entschuldigung nicht.

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