Vor Gericht

Prozess um die tödlichen Schüsse auf der Gathe beginnt

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WUPPERTAL Am 28. April ist ein Mann mitten auf einer Hauptverkehrsstraße in Wuppertal erschossen worden. Demnächst steht deswegen ein Wuppertaler (33) vor Gericht.

Die Tat auf der Gathe hatte für viel Aufsehen gesorgt: Am 28. April war ein Mann auf der Hauptverkehrsstraße in Elberfeld in einem Auto angeschossen worden. Ein Video, das das schwer verletzte Opfer zeigte, machte damals im Internet die Runde. Nach den Schüssen auf offener Straße ging eine Diskussion los, wie sicher es in dem Bereich überhaupt noch sei. Zehn Tage nach der Tat starb der 36-Jährige. Wegen Totschlags in Tateinheit mit Verstößen gegen das Waffengesetz muss sich ab 27. November nun ein heute 33-jähriger Mann aus Wuppertal vor dem Landgericht verantworten.

Laut Anklage soll der mutmaßliche Täter, der Anfang Juni von einem Spezialeinsatzkommando an der Gewerbeschulstraße festgenommen worden war, an jenem Aprilsonntag gegen 21 Uhr mit seinem Pkw die Gathe befahren haben. Vor ihm soll ein dem Angeklagten bekannter Mann mit seinem Auto gehalten haben. Als der Angeklagte unmittelbar rechts neben diesem Fahrzeug gewesen sei, soll er mit einer halbautomatischen Waffe sieben Schüsse auf den anderen Mann abgegeben haben. Mehrere Projektile sollen das andere Fahrzeug durchschlagen und dessen Fahrer getroffen haben. Für die Ermittlungen hatte die Polizei damals auch Tage nach der Tat die Straße noch teilweise sperren müssen.

Das Hauptverfahren gegen den Angeklagten vor der 1. Schwurgerichtskammer des Landgerichts Wuppertal beginnt am Mittwoch, 27. November, um 9.15 Uhr. Es sind bislang elf weitere Fortsetzungstermine bis zum 27. Februar 2020 bestimmt. red

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