Gericht

Prozess um Messerattacke in Rheinbahn

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DÜSSELDORF Angeklagter hatte im August eine Frau schwer verletzt.

Seit Jahren schon fühlte sich ein Biologe verfolgt. Mit einem Messer stach er im August in der Rheinbahn um sich. Jetzt sitzt er vor Gericht. Angeklagt ist ein Vorfall in der Straßenbahn-Linie 709: Der Mann stieg an der Haltestelle Flingern zu. Ohne Vorwarnung stürzte er mit einem Messer auf eine junge Frau (27) zu und schlitzte ihr den Hals auf.

Die Frau, die das Attentat schwer verletzt überlebte, weinte im Gericht. „Überall war plötzlich Blut.“ Der Mann versuchte, eine weitere junge Frau mit dem Messer zu verletzen. Dann öffneten sich die Türen der Bahn, schreiende Passagiere flüchteten. Das Opfer kam mit einer 6,2 Zentimeter langen Schnittwunde ins Krankenhaus. Der Täter ließ sich widerstandslos von der Polizei festnehmen. Er wirkte verwirrt.

Nach dem Abitur studierte der mutmaßliche Täter Biologie, zog nach England, um dort seinen Doktor zu machen. Während seiner Forschung begannen die Auffälligkeiten. Er steigerte sich in den Wahn, dass Ergebnisse seiner Tests der Menschheit schaden könnten. Niemand folgte seiner Auffassung. Er forschte privat weiter, fühlte sich unverstanden. Es folgten Aufenthalte in der Psychiatrie und Behandlungen mit Medikamenten, die er teilweise absetzte. Er hatte immer wieder Wahnvorstellungen. „Manche Leute wünschen mir den Tod. Ich wollte alles umdrehen, dachte über einen Amoklauf nach. Da habe ich die Kontrolle verloren.“

Der Prozess wird fortgesetzt. BK

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