Gericht

Prozess um Gruppenvergewaltigung von 13-Jähriger beginnt

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WUPPERTAL Der Prozess um die Vergewaltigung eines 13-jährigen Mädchens in Velbert beginnt heute am Wuppertaler Landgericht.

Angeklagt sind sechs Jugendliche im Alter von 14 bis 17 Jahren. Sie sollen dem Mädchen nach einem Freibadbesuch aufgelauert, es in einen Wald gezerrt und dort sexuell missbraucht haben. Der Jugendstrafprozess findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

An der Tat im südlich des Ruhrgebiets gelegenen Velbert sollen insgesamt acht Jugendliche aus Bulgarien beteiligt gewesen sein. Zwei von ihnen hatten sich mit ihren Familien nach Bulgarien abgesetzt und waren dort festgenommen worden. Ihnen soll in einem gesonderten Verfahren der Prozess gemacht werden.

Eine Spaziergängerin war im April eingeschritten und hatte das Geschehen gestoppt. Die Staatsanwaltschaft hält die Beweislage für erdrückend. Die Angeklagten hätten die Tat selbst gefilmt; der Film konnte auf dem Mobiltelefon eines Beschuldigten sichergestellt werden. Außerdem gebe es DNA-Spuren, die Aussagen der Augenzeugin und des Opfers.

Weil die Angeklagten in ihren Vernehmungen behaupteten, es habe sich um einvernehmlichen Sex gehandelt, wird das Opfer um eine Aussage vor Gericht wohl nicht herumkommen. Acht Verhandlungstage hat das Gericht für den Fall bis zum 8. Oktober angesetzt.

Zwei der Angeklagten gelten als Haupttäter. Sie sollen das Mädchen zwei Mal vergewaltigt und schwer sexuell missbraucht haben. Die anderen sollen in unterschiedlichem Umfang mitgemacht haben. Ihnen wird einfache Vergewaltigung oder Beihilfe dazu vorgeworfen. Mehrjährige Haftstrafen stehen im Raum.

Das Mädchen war seinen mutmaßlichen Peinigern selbst auf die Spur gekommen: Die 13-Jährige hatte auf Facebook nach einem der Jugendlichen gesucht und ihn schließlich auf einem Foto wiedererkannt.

Sein Foto war an alle Streifenpolizisten in Velbert verteilt worden. Eine Streife erkannte ihn schließlich und nahm ihn fest. Für die Staatsanwaltschaft war seine Festnahme ein "Volltreffer": Auf seinem Handy war ein Filmmitschnitt des Verbrechens gespeichert. dpa

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