Protest am überlasteten Ausländeramt

Mahnwache

Wuppertal -kati- Um auf ihre Probleme mit dem Ausländeramt aufmerksam zu machen, trafen sich gestern rund zwei Dutzend Menschen vor dem Haus der Integration an der Friedrich-Engels-Allee zu einer Mahnwache. Das Thema führte auch zu einer teilweise emotional geführten Diskussion im Integrationsausschuss, der anschließend in dem Haus tagte. Ergebnis: ein einstimmig beschlossener Antrag, der auf Verbesserungen drängt.

Die Frustration bei Betroffenen und ihren Unterstützern ist groß: Wer auf Entscheidungen und Dokumente des Ausländeramts angewiesen ist, muss häufig lange warten, immer wieder bringt das Betroffene in schwierige Lagen. Michael van Straelen unterstützt unter anderem Familien aus Afghanistan. Er erzählt, dass er immer wieder helfen müsse, damit Anträge bearbeitet werden, Menschen dringend nötige Aufenthaltstitel erhalten. Einem Familienvater sei deswegen einen Monat lang das Bafög gestrichen worden, seine Frau habe eine Arbeitsstelle nicht antreten können.

Auch Pastor Thorsten Wader von der freien evangelischen Gemeinde Barmen, der ebenfalls Zuwanderer unterstützt, klagt, dass Sachbearbeiter nicht erreichbar seien: „Man kommt überhaupt nicht durch.“ Die Gemeinde gehört zu einem losen Zusammenschluss mehrerer Organisationen, die zu der Mahnwache aufgerufen haben.

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