Pfand

Das Problem mit den Kaffeebechern für unterwegs

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Die Bäko hat kürzlich den „Meer-Wert-Becher“ vorgestellt. Einen Euro kostet er.

WUPPERTAL Geteilte Reaktionen auf Pfandbecher. Bäcker und Cafés würden Einweggefäße gern ausmustern oder zumindest Geld dafür nehmen.

Von Eike Rüdebusch

Wuppertal. Das Milia’s Coffee am Kirchplatz in Wuppertal ist unzufrieden mit den Pfandbechern für den Unterwegs-Kaffee, die es seit rund zwei Jahren in Wuppertal gibt. Denn sie werden kaum genutzt. Insgesamt nutzen in Wuppertal elf Cafés und Bäcker die Mehrwegbecher der Firma Cup4Cup aus Düsseldorf.

Einweg bleibt gefragt, denn: Wohin mit dem leeren Becher?

Seit wenigen Wochen gibt es eine weitere Alternative am Markt: den Meer-Weg-Becher, den 150 Bäckerei-Filialen in der Region im Angebot haben. Die Bäcker- und Konditorengenossenschaft Bäko aus Velbert hat mit der Bäcker-Innung dieses neue Bechersystem hier eingeführt.

Imke Fleischhauer von Milia’s sieht mehrere Probleme mit den schon länger bekannten Pfandbechern für Unterwegs-Kaffee. Einerseits wollten viele Kunden nicht den Becher mit sich herumschleppen. Andererseits hätten viele auch einen eigenen Becher dabei. Dazu sieht sie ein Problem in der geringen Verbreitung der Becher: „Die Stadt ist nicht dabei, die Uni ist nicht dabei.“

Auch Detlef Myska von der Bäckerei Myska, die die Pfandbecher von Cup4Cup herausgibt, sagt, es seien schon viele Becher im Umlauf. Aber es laufe nicht so gut, wie man das denke, gibt er zu. Es würden immer noch mehr Einwegbecher herausgegeben als Mehrwegbecher. Aber: Die Stammkunden nutzten die Pfandbecher. Trotzdem gebe es das Problem, dass die Leute „nicht wissen, wohin mit den schmutzigen Bechern“, gibt Myska zu bedenken. Ein Einwegbecher sei leichter loszuwerden.

Trotz solcher Rückmeldungen hat sich Dirk Polick, Obermeister der Bäcker-Innung Wuppertal, für den „Meer-Wert-Becher“ der Bäko eingesetzt. Rund 150 Bäckereifilialen im Bergischen sind an das Pfandsystem angeschlossen. Ein Euro kostet der orangene Becher, der jeweils gegen einen Frischen eingetauscht werden kann.

Bäko-Geschäftsleiter Jörg Warnke sagt, es gebe sehr unterschiedliche Rückmeldungen, was die Austauschquote angehe, je nach Filiale, Einsatz der Mitarbeiter und Kundenstamm. Aber das sei auch normal.

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