CDU prescht mit Antrag vor

INNENSTADTENTWICKLUNG Endgültiges Nein zur Stadtpark-Bebauung. Grüne finden’s okay, der Rest nicht.

Leichlingen. Nach jahrelangem Hickhack schien sich eine Wende vollzogen zu haben. Die Fraktionsvorsitzenden hatten sich – das Tageblatt berichtete gestern – auf die Gründung eines Planungsteams geeinigt, das sich in allen nur erdenklichen Punkten mit der ins Stocken geratenen Innenstadtentwicklung befassen soll. Auch der Termin für die konstituierende Sitzung steht: Am Montag (25. Juni) um 17.30 Uhr.

Jetzt preschen die Christdemokraten vor. In Zusammenarbeit mit dem Stadtverband stellt die Ratsfraktion einen umfassenden Antrag vor, der im wesentlichen auf dem Ergebnis der Mitgliederversammlung Ende April fußt, teilt der Fraktionsvorsitzende Dominique Rondé mit.

Die CDU fordert, von der Bebauung des Geländes „Neuer Stadtpark“ abzusehen. Außerdem soll durch die Überplanung der Kaufpark/Aral-Flächen erreicht werden, dass an Ort und Stelle wieder ein Lebensmittelvollsortimenter anzusiedeln sei.

Rondé: Trotzdem Mitarbeitim neuen Planungsteam

Überdies soll eine „Markthalle“ im Bereich Brückerfeld umgesetzt werden. Und die Verwaltung wird beauftragt zu prüfen, ob mit einem weiteren Baukörper entlang der Kirchstraße bei Abriss des alten Sparkassengebäudes die Garten- und Kirchstraße besser integriert werden können sowie die Brückenstraße attraktiver wird. Zusätzlich seien weitere Einzelhandelsflächen zu suchen und zu entwickeln.

„Dafür habe ich kein Verständnis“, sagte Hans Gonska. „Alle Fraktionen, auch die CDU, haben doch ihr Einverständnis für das Planungsteam erklärt.“ Für ihn steht fest: „Die CDU ist derzeit kein verlässlicher Partner.“ Dominique Rondé sieht im Gegensatz zu Gonska den Antrag nicht in Konkurrenz zu dem Arbeitskreis, betont aber im gleichen Atemzug, dass es sich um grundsätzliche Forderungen handele, die in einem demokratischen Prozess innerhalb der CDU entstanden seien. Der Ortsverband hatte sich auf die Seite der Bürgerinitiative „Rettet den Stadtpark“ geschlagen.

Müller-Breuer: Am besteneine Bürgerbefragung

Mit einem „Kopfschütteln“ bewertet Hermann Terjung von der UWG die CDU-Aktion „wenige Tage vor der ersten Zusammenkunft des Planungsteams“. Inhaltlich sieht er einen deutlichen Widerspruch zum klar definierten Wupperwandel, an dem die UWG in jedem Fall festhalten werde. Terjung: „Die Wupper ist ein Geschenk.“

Wolfgang Melchior (FDP) verliert langsam die Lust, weil die CDU längst gefasste Beschlüsse wieder fallen lässt. „Offensichtlich ist jetzt auch die CDU-Fraktion umgeschwenkt“, glaubt Volker Jung. „Die BWL will die Bebauung des Stadtparks und die Umgestaltung. Und zwar zügig.“ Dem Planungsteam Innenstadt habe man zugestimmt. Jung ist aber skeptisch, ob dieses Gremium etwas erreichen könne.

Die Grünen können inhaltlich laut Sprecher Wolfgang Müller-Breuer mit dem CDU-Antrag leben. „Wenn ich den Sinn des Planungsteams richtig verstanden habe, wird sowieso wieder bei Null begonnen.“ Seine Partei plädiert weiter vehement für eine Bürgerbefragung pro oder kontra Stadtpark-Bebauung. „Damit könnte man sich viel Planungsarbeit sparen.“ lc

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