Aktion

Pop-up-Freizeitparks in Wuppertal geplant

Wird es in diesem Jahr Fahrspaß am Stadion geben? Archivfoto: A. Fischer
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Wird es in diesem Jahr Fahrspaß am Stadion geben?

Wuppertals Krisenstabsleiter zeigt sich wenig zuversichtlich.

Von Daniel Neukirchen

Wuppertal. Der Schaustellerverein Wuppertal will so schnell wie möglich wieder mit einem Pop-up-Freizeitpark auf den Carnaper Platz ziehen. Wenn es nach den Beschickern geht, soll es in diesem Jahr auch wieder einen Freizeitpark am Stadion geben und sogar wieder ein Riesenrad mit Lichterkirmes vor dem Barmer Rathaus. Sprecher Michael Petersen sagt: „Unsere Hygienekonzepte haben im vergangenen Jahr gut funktioniert und können so bleiben.“

Eigentlich wollten die Schausteller bereits Ende März wieder auf dem Carnaper Platz vertreten sein, doch die aktuelle Infektionslage verbietet noch Veranstaltungen dieser Größenordnung. Michael Petersen schaut mit hohen Erwartungen auf den nächsten Corona-Gipfel am 22. März. „Wir können innerhalb von 14 Tagen alles hochfahren“, sagt der Schausteller. So könne man je nach Lockerungen im April/Mai den nächsten Pop-up-Freizeitpark auf dem Carnaper Platz veranstalten – wie gehabt mit Terminvergabe, Maskenpflicht und Abstandsregeln. Sollte alles so laufen, wie die Schausteller sich das wünschen, soll es dann im Juli einen weiteren Freizeitpark am Zoo-Stadion geben. Und für den Oktober hat der Verein sogar wieder eine offene Veranstaltung angemeldet: die Lichterkirmes vor dem Barmer Rathaus mit Riesenrad.

Krisenstabsleiter Johannes Slawig denkt angesichts des aktuellen Inzidenzwerts weit jenseits der 50 nicht an Pop-up-Freizeitparks. Er sagt: „Grundsätzlich rate ich zu großer Vorsicht.“ Man sei im Moment noch im Modus, jegliche Kontakte auf das Minimum reduzieren zu wollen. Er glaube, am 22. März werde es erstmal um den Einzelhandel gehen, der schrittweise geöffnet werden soll. Freizeitparks oder ein Kirmes-Betrieb stehe sicher weiter hinten auf der Liste.

Umstritten: Gab es keine Infektionen in Freizeitparks?

Fraglich ist, was Hygienekonzepte abfangen können. Petersen weist darauf hin, dass die Veranstaltung im Oktober 2020 auf dem Carnaper Platz „erfolgreich“ lief, obwohl es damals bereits in Wuppertal einen Inzidenzwert um die 100 gegeben hat. Petersen: „Wir lernen ja, mit dem Virus zu leben. Soweit ich weiß, hat es nirgendwo überhaupt eine Infektion auf einer Kirmes oder einem Freizeitpark gegeben.“

Diese Einschätzung will Slawig so nicht teilen. Er betont: „Wir sind ja nicht mehr in der Lage, alle Infektionsketten nachzuvollziehen.“

Der Leidensdruck bei den Schaustellern ist groß, so Petersen. Ein Tiefschlag war zuletzt die Absage aller Weihnachtsmärkte. Die Branche habe nicht verstanden, warum teils noch Geschäfte geöffnet waren, aber sich gleichzeitig „an der frischen Luft niemand eine Mandel kaufen durfte“. Kollegen, die ihre Kirmes-Fahrgeschäfte bereits verkauft haben, kennt Petersen nicht. Das liege allerdings daran, dass ein Ausstieg aus der Branche derzeit gar nicht sinnvoll möglich sei: „Niemand kauft jetzt ein Fahrgeschäft.“

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