Pop-up-Freizeitpark Düsselland wird um eine Woche velängert

Vor einigen Wochen liefen noch die Aufbauarbeiten. Jetzt ist die Halbzeit erreicht. Hier das Riesenrad von Oscar Bruch. Archivfoto: David Young
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Vor einigen Wochen liefen noch die Aufbauarbeiten. Jetzt ist die Halbzeit erreicht. Hier das Riesenrad von Oscar Bruch. Archivfoto: David Young

Schausteller Oscar Bruch kündigt Veränderungen an

Von Christopher Mastalerz

Düsseldorf Seit Mittwoch ist in NRW das Alkoholverbot für temporäre Freizeitparks wie das Düsselland aufgehoben. Pünktlich zur Halbzeit des für einen Monat geöffneten Pop-up-Parks auf dem Messegelände wurde das zum Anlass genommen, um Bilanz zu ziehen und weitere Änderungen anzukündigen.

Die sich fast täglich ändernden Bestimmungen zwangen die Veranstalter des Pilotprojektes bereits zu diversen Änderungen im Konzept: Die Zeitfenster wurden aufgehoben und eine Tageskasse wurde eingerichtet. Nun kommt der Alkoholausschank hinzu. Dass die Familienveranstaltung zum Party-Event mutiert, kann Initiator Oscar Bruch aber ausschließen: „Wir werden keine Spirituosen ausschenken, nur Bier und eventuell Wein. Es wird auch keine Bierzelte geben.“ Weitere Änderungen sind nötig, um den Park profitabel zu machen, denn bislang kamen an Wochentagen selten mehr als 1000 Besucher in den Park. Der Rekord wurde am letzten Sonntag aufgestellt, als 3500 Gäste das Düsselland besuchten; so viele erhoffte man sich eigentlich an jedem besseren Tag. Bei steigenden Besucherzahlen glaubt man beim Düsselland weiterhin an den Erfolg.

Das Düsselland ist eine wichtige Investition

Damit der Park nicht geschlossen wird, wo er jetzt erst so richtig angenommen wird, bleibt er nun für eine weitere Woche bis zum 2. August geöffnet. Weitere Verlängerungen gibt es nicht, weil dann bereits die Aufbauarbeiten für die Caravan-Salon-Messe beginnen. Außerdem soll der Tagespreis weiter gesenkt werden. Auf fünf statt bisher acht Euro.

Bei den Gesamtausgaben von rund einer Million Euro hoffen die Veranstalter, am Ende annähernd schwarze Zahlen zu schreiben. Aber auch wenn das nicht klappt, ist das Düsselland eine wichtige Investition, wie sich Oscar Bruch sicher ist: „Wir wissen ja noch gar nicht, ob es die Kirmessen nächstes Jahr wieder geben kann. Die Erfahrungen, die wir dieses Jahr sammeln, sind viel wert.“

Die Schaustellerbranche hat so Konzepte im Schreibtisch, um auch weiterhin auf niedrigem Niveau bestehen zu können, und die Zeit bis zur nächsten „richtigen“ Kirmes zu überleben.

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