Spenden für den Tierschutz

Plüschtier-Adoption kommt Pechpfoten zugute

Ausrangierte Teddybären finden ein neues Zuhause. Die gesammelten Spenden helfen echten Tieren.
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Ausrangierte Teddybären finden ein neues Zuhause. Die gesammelten Spenden helfen echten Tieren.

Gesammelte Spenden gehen deutschlandweit an Tierheime – Im Großstädte-ABC ist nun Wuppertal an der Reihe.

Von Bernadette Brutscheid

Wuppertal. Es ist so einfach wie genial: mit Plüschtieren echten Tieren in Not helfen. In Alsdorf bei Aachen entstand diese Idee, und daraus wurde das erste Plüsch-Tierheim weltweit. Gründer und Initiator ist Marcel Ziarek. Vor fünf Jahren wollte er aussortierte Plüschtiere seiner Tochter an ein Kinderheim spenden. Vergeblich, man war dort mit Kuscheltieren gut versorgt. Wegwerfen kam für ihn nicht infrage. „Ich habe sie dann für rund 700 Euro im Internet verkaufen können und mir überlegt, damit Tieren in Not zu helfen“, erinnert er sich und legte damit den Grundstein für ein inzwischen äußerst erfolgreiches Konzept.

Über die sozialen Medien machte er 2018 die Idee publik. Zahlreiche Plüschtiere liegen oft unbespielt in Regalen oder dienen als reine Deko, rund 90 Prozent lagern auf Speichern oder im Keller. Hier setzt Ziarek an. Diese Kuscheltiere werden aufgenommen und an „Adoptiveltern“ weiter vermittelt. Das fand schnell großen Anklang bei den Menschen, die sich von ihren Kuscheltieren zwar trennen wollen, diese aber nicht wegwerfen würden, denn mit jedem Exemplar verbindet sich Emotionalität, Erinnerung und Liebe.

Der eigene Keller und die Garage reichten bald nicht mehr, um die gespendeten Teddybären und Co. zu beherbergen, weitere Lagerflächen kamen hinzu. Inzwischen hat Ziarek seinen Beruf aufgegeben und beschäftigt fünf Angestellte. „Es ist ein Fulltime-Job geworden“, erzählt er.

Täglich kommen zwischen 20 und 60 Päckchen mit Kuscheltieren an. Gesammelt werden unbeschädigte, nicht zu kleine (unter 15 Zentimetern) und zu große (über 120 Zentimeter) Exemplare. Diese werden begutachtet, sortiert, gewaschen, gewogen, beschrieben und fotografiert. Dann werden sie in die jeweilige Kategorie zur „Adoption“ ins Netz gestellt.

Getreu dem Motto „Kuscheltiere helfen echten Tieren“ werden 50 Prozent der Einnahmen an Tierheime gespendet. „Unsere Idee soll deutschlandweit bekannt werden. Aus diesem Grund gehen wir aktuell das Großstädte-ABC durch und geben unsere gesammelten Geldspenden in den jeweiligen Tierheimen ab.“

Nun wird eine Aktion in Wuppertal unterstützt

Begonnen bei Aachen ist nun Wuppertal an der Reihe. Das Tierheim gibt es leider nicht mehr, aber zum Glück die aktiven „Pechpfoten“. Vier bis sechs Wochen werden die Verkaufserlöse gesammelt und dann dem Verein zur Verfügung gestellt.

Der kann das Geld zur Finanzierung des geplanten Tierschutzzentrums gut gebrauchen. So kann durch die Adoption eines Plüschtieres Gutes für lebende Vierbeiner getan werden. Mehr als insgesamt 60 000 Euro konnten bereits als Spenden an die verschiedenen Tierheime überreicht werden.

Auch der Umweltgedanke ist Ziarek wichtig, denn die Umwelt wird durch die Vermittlung bereits produzierter Stofftiere geschont. Gerne schauen auch Sammler auf die Seite des Plüsch-Tierheims, denn hier finden sie immer wieder eine Palette von Stofftieren, die zum Teil nicht mehr hergestellt werden und im Handel nicht erhältlich sind.

Jeden Tag zwischen 8 und 11 sowie 20 und 22 Uhr können die neusten Errungenschaften im Netz angeschaut werden. Auch Anfragen nach bestimmten Exemplaren kommen häufig rein. „Wir freuen uns immer, wenn wir das gewünschte Kuscheltier, zum Beispiel den Glücksdrachen Fuchur aus der Unendlichen Geschichte, vermitteln können.“

Nachdem das Plüsch-Tierheim eine gewisse Bekanntheit erlangt hat, werden dann gezielt auch die kleinen Tierheime mit Spenden unterstützt, planmäßig mit einer gleichen Summe für alle. Und das Unternehmen wächst, in der Schweiz und Österreich sind weitere Plüsch-Tierheime geplant. Mehr Informationen zum Plüsch-Tierheim und Möglichkeiten zur Adoption gibt es online.

pluesch-tierheim.de

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