Landgericht

Pfleger wegen Totschlags angeklagt

Krankenhaus Wermelskirchen und Kollegen des Krankenpflegers (47) betonen: Es gilt die Unschuldsvermutung.

Wegen Totschlags muss sich ein 47-jähriger Krankenpfleger des Krankenhauses Wermelskirchen am 22. Juni vor dem Landgericht Köln verantworten. Der Mann soll laut Anklageschrifteinen Patienten getötet haben. Der Krankenpfleger soll entsetzt über die Vorwürfe und seine Kollegen von seiner Unschuld überzeugt sein.

Laut Anklageschrift soll der Mann in der Nacht vom 16. auf den 17. April 2019 seinen Nachtdienst als einziger Krankenpfleger auf einer Station verrichtet haben. Zu den etwa 30 Patienten, für die er in der Nacht zuständig war, zählte auch ein 79-jähriger schwerkranker und unter anderem an schwerer Demenz leidender Mann.

Im Laufe des Abends und der Nacht soll der Senior immer wieder aus seinem Bett aufgestanden und im verwirrten Geisteszustand laut fluchend umhergelaufen sein. Nur unter Protest habe er sich laut Anklage jedes Mal von dem Pfleger zurück in sein Zimmer führen lassen, wo er gegen 0 Uhr auf den Boden uriniert haben soll. In der Zeit zwischen 2 Uhr und 4.55 Uhr soll der Angeklagte in das Zimmer des Mannes gegangen sein und ihn erwürgt haben.

Die Klinikleitung steht indes voll hinter dem Krankenpfleger: „Wir haben keinen Zweifel an der Fachlichkeit und der Integrität unseres Mitarbeiters. Wir nehmen keine Vorverurteilung vor. Für uns gilt die Unschuldsvermutung“, schreibt Geschäftsführer Christian Madsen. -acs-

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