Parkgebühren in Hilden sollen 2022 steigen

Kurzfristige Erhöhung soll Finanzierung für beim Hochwasser verwüstete Tiefgarage sichern

Von Christoph Schmidt

Hilden Angestoßen hat die SPD das Thema mit einem Antrag im Finanzausschuss. Er stieß auf allgemeine Zustimmung. Die Stadt hat ihre Parkhäuser der Vekehrsgesellschaft der Stadtwerke übertragen – aus steuerlichen Gründen. Die Verkehrsgesellschaft habe die Tiefgaragen in den vergangenen Jahren mit Millionen-Aufwand saniert, argumentieren die Sozialdemokraten. Das Hochwasser vom 14. Juli habe die Tiefgarage Nove-Mesto-Platz verwüstet und einen Schaden von geschätzt 500 000 Euro hinterlassen. Die Parkgebühren seien seit vier Jahren (2017) nicht verändert worden: Kurzparken bis 30 Minuten kostet in Hilden 50 Cent, jede angefangene Stunde einen Euro.

Mit einer „kurzfristigen“ Anpassung der Park-Tarife könnten die erforderlichen Finanzmittel für die Reparatur beschafft werden, ohne den oder die Einzelne(n) zu stark belastet, begründet die SPD ihren Vorstoß. An der Kopplung der Parkentgelte für unterirdische und oberirdische, städtische Parkplätze sollte dabei festgehalten werden. Das sehen die CDU und die FDP genau so. Im Gegenzug wollte die SPD für bestimmte Veranstaltungstage einen kostenfreien Shuttlebus in die Innenstadt anbieten. Dafür gab es jedoch keine Mehrheit.

Versicherung übernimmt Teil des Schadens

Die Verkehrsgesellschaft der Stadtwerke hat eine Elementarschadenversicherung, hatte Stadtwerke-Pressesprecherin Sabine Müller bestätigt. Sie wird also zumindest einen Teil des Schadens in der Nove-Mesto-Tiefgarage übernehmen. Hans-Ullrich Schneider, Geschäftsführer der Verkehrsgesellschaft, hofft, „dass wir im Mai die Tiefgarage wieder in Betrieb nehmen können“. Es seien sehr umfangreiche Sanierungsarbeiten notwendig.

Die Stadtverwaltung spricht sich übrigens auch für die Erhöhung der Parkgebühren aus. Unter anderem weil eine „moderate Verteuerung“ eine „leitende Wirkung“ zugunsten anderer Transportmittel habe. Sprich: Vielleicht nutzen dann mehr Hildener als bisher Bus, das Fahrrad oder ihre eigenen Füße, um klimafreundlich in die Innenstadt zu gelangen. Hilden habe im Vergleich mit anderen Städten in der Region (etwa Düsseldorf) günstige Parkgebühren.

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