Schwere Vorwürfe

Paketdienst soll Düsseldorfer Obdachlose ausbeuten

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Symbolbild

DÜSSELDORF Hermes soll die Wohnungslosen gezielt einsetzen, um ihnen weniger als den Mindestlohn zu zahlen.

Das wirft dem Unternehmen die Organisation Fifty-Fifty vor. Hermes will die Vorwürfe jetzt prüfen.

Die Obdachlosen-Hilfe Fifty-Fifty wirft unter anderem dem Paketdienst Hermes vor, Obdachlose als Billig-Zusteller zu missbrauchen. Das berichtet der WDR. Demnach soll der Zustell-Dienst die Wohnungslosen gezielt anwerben, um sie zu schlechten Konditionen einzusetzen: Es werde weniger gezahlt als der gesetzliche Mindestlohn, heißt es in dem Bericht. Auch bei anderen Zustell-Dienste gebe es derartige Praktiken.

Die Obdachlosen könnten von den Einnahmen aus dieser Berufstätigkeit nicht leben - und müssten weiter von der Obdachlosenhilfe versorgt werden, zitiert der öffentlich-rechtliche Sender Funktionäre von Fifty-Fifty. In Düsseldorf sei es teils so, dass die betroffenen Zusteller in Kleinlastern lebten, die sie auch für die Arbeit benutzen.

Der beschuldigte Paketzusteller Hermes hat laut WDR zu den Vorwürfen bereits Stellung genommen: Man sei dort „schockiert“, so der WDR. Die Vorwürfe sollten nun geprüft werden. Sollte etwas dran sein, werde man den „Düsseldorfer Subunternehmer“ dazu bringen, den Mindestlohn zu zahlen. red

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