Gibt Wuppertal jetzt grünes Licht für das DOC?

Factory-Outlet-Center: In Wuppertal bahnt sich Umdenken an

+

REMSCHEID/WUPPERTAL Geplantes Center in Elberfeld steht vor dem Aus. Für die Bundesbahndirektion am Döppersberg gibt es neue Pläne.

Von Lothar Leuschen und Frank Michalczak

In den Döppersberg kommt aller Voraussicht nach noch einmal neue Bewegung. Nach Informationen unserer Zeitung sind Pläne weit fortgeschritten, wonach die Wuppertaler Stadtwerke (WSW) ihre Hauptverwaltung in das seit Jahren leerstehende Gebäude der Bundesbahndirektion verlegen wollen. Das würde das Ende der Planungen für ein Factory-Outlet-Center (FOC) bedeuten, gegen das die Stadt Remscheid Klage erhoben hat. Dies war eine Reaktion darauf, dass Wuppertal juristische Schritte gegen das geplante Designer-Outlet-Center in Lennep einleitete.

Für Remscheid wäre die Klage gegenstandslos

OB Burkhard Mast-Weisz (SPD) will diese Meldung nicht näher kommentieren. „Wenn dies aber so kommt, wäre unsere Klage gegenstandslos. Ich würde mich freuen, wenn Wuppertal dann auch das Normenkontrollverfahren gegen das DOC zurücknimmt.“ Der OB verweist in diesem Zusammenhang auf ein neues Gutachten, wonach das Center in Lennep mit dem Einzelhandelsstandort Wuppertal verträglich sei – und keine größeren Kundenströme abziehen würde. Dieses Ergebnis des Planungsbüros Stadt und Handel wird derzeit von der Wuppertaler Verwaltung geprüft. Auch im Sinne des bergischen Miteinanders wäre es erfreulich, wenn die Städte nun darauf verzichten, „sich gegenseitig vors Gericht zu zerren“, erklärt der OB.

Die Arbeiten am FOC im denkmalgeschützten Bauwerk am Döppersberg, das dem Wülfrather Investor Uwe Clees seit zehn Jahren gehört, hatten bisher nicht so recht Fahrt aufgenommen. Offenbar erwies es sich als schwierig, für diesen Standort Mieter zu finden, trotz seiner sehr zentralen Lage.

Als problematisch sollen sich die Treppe zum Eingang und die Lage abseits des natürlichen Kundenflusses zwischen Bahnhof und Innenstadt erwiesen haben. Diese Entwicklung könnte den WSW nun zupasskommen. Deren Suche nach einem Bauunternehmer für eine neue Zentrale am Standort Schützenstraße scheint sich schwierig zu gestalten. Stadt und Stadtwerke Wuppertal sollen zu der Erkenntnis gelangt sein, dass die bisherigen Angebote sehr weit von den 38 Millionen Euro entfernt sind, die die WSW für ihre neue Zentrale vorsehen. Dadurch könnte sich die Miete der Bahndirektion als wesentlich wirtschaftlicher erweisen.

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Bus brennt komplett aus in Remscheid
Bus brennt komplett aus in Remscheid
Polizei Wuppertal erschießt Mann, der mit Hammer randaliert
Polizei Wuppertal erschießt Mann, der mit Hammer randaliert
Adventsrätsel: Heute ist ein Begriff für historische Gebäude gesucht
Adventsrätsel: Heute ist ein Begriff für historische Gebäude gesucht
25-Jähriger gesteht Kindesmissbrauch
25-Jähriger gesteht Kindesmissbrauch

Kommentare

Das könnte Sie auch interessieren