Kaum ein Durchkommen

Ölberg: Vorstoß zur Verkehrsberuhigung

Oftmals gibt es gar kein Durchkommen mehr auf den ohnehin engen Gehwegen. Foto: Katharina Bohnenberger
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Oftmals gibt es gar kein Durchkommen mehr auf den ohnehin engen Gehwegen.

Zwischen parkenden Autos ist kaum Platz.

Von Manuel Praest

Wuppertal. „Wenn die Müllabfuhr kommt und die Tonnen vor den Häusern stehen, bleibt für die Fußgänger gar kein Raum mehr“, sagen Katharina Bohnenberger und Kyra Beer. Ihre Petition, Teile des Ölbergs zu verkehrsberuhigten Bereichen zu erklären, hat nicht nur in der Nordstadt für Diskussionen gesorgt. Die Notwendigkeit ist vielen klar. Zwischen parkenden Autos und Häuserwänden bleibt gerade am Ölberg kaum noch Platz – auch an den Tagen, wenn nicht gerade der Müll abgeholt wird. „Ich finde den Antrag spannend“, sagt Elberfelds Bezirksbürgermeister Thomas Kring. Dass die aktuelle Corona-Epidemie als Aufhänger genommen werde, könne er zwar nicht ganz nachvollziehen. Grundsätzlich hätten die beiden Initiatorinnen aber Recht.

Die Situation hat sich in den letzten Jahren verschlechtert

Die Situation habe sich in den vergangenen Jahren noch verschlechtert, sagt Kring. Nicht nur am Ölberg, sondern auch im Mirker Quartier und der Südstadt. Aktuell sei auch eine stetig wachsende Zahl von Transportern im Stadtteil zu beobachten, die den Parkdruck verschärften.

Anders als von Bohnenberger und Beer gehofft, könne sich die Bezirksvertretung aber erst im kommenden Jahr mit dem Thema beschäftigen. Der Antrag, der mit der Petition verbunden ist, sei zu kurzfristig für die letzte Sitzung des Jahres gekommen. Zunächst müssten auch die rechtlichen Vorgaben geklärt werden.

Dass die Bürger am Ölberg ungeduldig werden, weil zwar viel über Konzepte geredet wird, aber bislang nur wenig umgesetzt wurde, kann Kring nachvollziehen. „Uns geht es ja auch so.“ Dass die BV selbst zum Beispiel der Stadt zugestimmt habe, für ein Förderprojekt auf eine Mobilitätsbefragung zunächst zu verzichten, ärgere ihn heute auch, sagt der Bezirksbürgermeister.

Denn das Projekt, in dessen Rahmen dann die Befragung erfolgen sollte, hat sich ebenfalls verzögert. „Wir finden es wichtig, das zu unterstützen“, erklärt Thomas Weyland von der Initiative Mobiler Ölberg zu der Petition. Man sehe es als gelungene Ergänzung zu den eigenen Ideen für ein Gesamtkonzept. „Es ist einfach ein weiterer Punkt, darauf aufmerksam zu machen, dass auf den Bürgersteigen zu wenig Platz ist.“

Um die Corona-Auflagen erfüllen zu können, so Weyland, dürften eigentlich schon gar keine Autos mehr parken, so eng sei es. Er lobt zudem, dass die Initiative losgelöst vom Mobilen Ölberg gestartet sei. Das zeige, wie viele Menschen sich auch mit dem Thema beschäftigen, und „dass man da rangehen muss“, so Weyland. Das merke dann auch die Stadt, wenngleich er Verständnis dafür habe, dass die Stadt kaum kurzfristige Möglichkeiten zur Realisierung sehe.

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