Traditionsreiches Ausflugslokal

Öffnung der Turmterrassen ist noch offen

Die Sanierungen haben das Ausflugslokal im Barmer Nordpark wieder zu einem echten Schmuckstück gemacht. Foto: Anna Schwartz
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Die Sanierungen haben das Ausflugslokal im Barmer Nordpark wieder zu einem echten Schmuckstück gemacht.

Investor Marcel Thomas will nicht in eine ungewisse Situation hinein starten.

Von Günther Hiege

Wuppertal. An jedem Abend gegen 17 Uhr gehen in diesen Tagen im Nordpark die Lichter an. Die Turmterrassen werden dann angestrahlt und geben ein herrliches Bild ab. Keine Frage, die umfangreiche Sanierung der vergangenen Jahre hat das traditionsreiche Ausflugslokal wieder zu einem echten Schmuckstück gemacht – allerdings immer noch ohne Gäste. Einen Öffnungstermin kann und will Investor Marcel Thomas, der das ursprünglich völlig marode Gebäude vor zehn Jahren gekauft hat, aber immer noch nicht nennen – und das hängt nicht nur damit zusammen, dass die Gastronomie derzeit unter Corona generell extrem leidet.

„Ich habe festgestellt, dass sich die Besucherfrequenz erhöht hat.“
Marcel Thomas, Investor

„Ich will nicht in eine Situation hinein öffnen, in der ich dann vielleicht nach den ersten Wochen mit einer Verbitterung der Gäste rechnen muss“, sagt Marcel Thomas auf Nachfrage. Selbst wenn sich die Corona-Lage entspanne, kann er sich derzeit für das kommende Frühjahr höchstens eine Teilöffnung der Restauration vorstellen.

„In den Jahren der Bauzeit bin ich fast täglich im Nordpark gewesen und habe festgestellt, dass sich auch durch die Attraktivierung des Parks die Besucherfrequenz erhöht hat. Das ergibt schon an normalen Tagen ein massives Parkproblem und das würde durch Gastronomie sicher nicht geringer“, so Thomas.

Aus der aktuellen Diskussion um zusätzliche Parkplätze habe er sich dennoch herausgehalten und betont, dass er die Pläne der Verwaltung für weitere 100 Stellplätze zwar begrüße, aber sicherlich nicht als Druckmittel nutze und zur Bedingung für eine Öffnung gemacht habe. „Ich könnte auch mit den 20 Parkplätzen leben, die ich gekauft habe, und den 15 weiteren, die mir von der Stadt für die Bereitstellung einer öffentlichen Toilette vertraglich zugesagt sind. Wichtig ist für mich aber, dass die Pläne mit einem Verkehrskonzept verbunden sind, das Fußgänger- und Fahrbahnbereich trennt und nicht zu einer Stauung des Verkehrs führt“, so Thomas.

Genau das sieht das städtischen Konzept wohl vor. Doch nicht nur die Grünen sind dagegen, für die zusätzlichen Parkplätze – aktuell gibt es rund 80, die aber auch den Besuchern des Sportplatzes Mallack dienen – Bäume zu fällen. In der Bezirksvertretung Barmen hat es dazu drei entsprechende Bürgeranträge gebeben, in denen von einer massiven Beeinträchtigung von Natur und Anwohnern durch zusätzliche Parkplätze die Rede ist. Stattdessen solle man nach Alternativen suchen.

Eigentlich sollte darüber bereits im Rat am 7. Dezember beraten werden, doch in der Vorlage taucht das Thema nicht auf. „Natürlich will ich zeigen, dass wir hier sind“, sagt Marcel Thomas dazu, dass er trotz noch unklarer Parkplatz-Perspektive die Turmterrassen allabendlich beleuchtet. Dass er den im Prinzip fertigen Kiosk für Nordparkbesucher im Spätsommer und Herbst während der Lockerung der Coronaschutz-Bestimmungen noch nicht geöffnet habe, habe unterdessen mehrere Gründe. Sicher gehöre dazu auch, dass sein Hauptgeschäft – das Messegeschäft – zu den Hauptbetroffenen der Krise gehöre.

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