2G-Regel

Saxo: Nur Geimpfte und Genesene kommen rein

Niklas Bergmann setzt in seiner Saxo Bar die 2G-Regel um. Draußen gilt noch 3G. Foto: Michael Schütz
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Niklas Bergmann setzt in seiner Saxo Bar die 2G-Regel um. Draußen gilt noch 3G.

Remscheid. Die ersten Kneipen setzen auf zwei statt auf drei G. Remscheider Wirt will Gäste schützen.

Von Valeria Schulte-Niermann

Noch gilt in Restaurants und Kneipen offiziell die 3G-Regel. Neben Genesenen und Geimpften dürfen auch Menschen mit einem negativen Corona-Antigentest im Innenraum Platz nehmen. Einige Remscheider Lokale wollen bald aber nur noch Gäste mit dem Nachweis einer Immunisierung oder mit einem PCR-Test reinlassen. Für gemeinsames Singen und auf Privatveranstaltungen, auf denen getanzt wird (zum Beispiel Hochzeiten) gilt das schon. Denn die 7-Tage-Inzidenz liegt in Remscheid schon seit dem 12. August über 35.

Niklas Bergmann, Geschäftsführer der Saxo Bar und des Vis-à-vis, möchte das Risiko einer Ansteckung in seinen Lokalen so gering wie möglich halten. Darum haben er und sein Team als einer der ersten entschieden, nur noch geimpfte und genesene Gäste drinnen einen Platz zu geben. „Manche Gäste gehen nicht rein, weil Getestete reinkommen dürfen“, hat Niklas Bergmann festgestellt. Seine Gäste und Mitarbeiter sollen sich sicher fühlen, auch als Geimpfte keine Überträger des Corona-Virus durch eine Infektion in seinen Lokalen zu werden. Beim Verlassen des Sitzplatzes müssen sie dennoch Maske tragen und die Tische stehen noch auf 1,5 Meter Abstand. Eine Nachverfolgung ist keine Pflicht, aber wer möchte, kann sich mit der Luca-App registrieren.

Draußen gelte weiterhin die 3G-Regel. „Wir wollen versuchen, nicht maximal auszugrenzen“, sagt Niklas Bergmann, „es kann sein, dass der ein oder andere Gast dann nicht mehr kommt, aber wenn geimpfte Gäste kommen, bin ich glücklich und sie sind glücklich.“ Auch Simon Riesebeck möchte in seiner ErlebBar Ende des Monats die 2G-Regel einführen. „Um das lockere Leben von früher wieder zu bekommen“, sagt er. Momentan müssen die Gäste oft gemaßregelt werden, sich nicht umzusetzen und die Maske aufzuziehen. Das zehre an den Nerven der Mitarbeiter. Mit der 2G-Regel erhofft er sich mehr Freiheit für seine Mitarbeiter und mehr Wohlbefinden für die Gäste, die so unbeschwerte Abende genießen können. Die meisten Gäste sind jetzt schon geimpft und Kritikern sagt er: „Wenn ich Auto fahren will, brauche ich einen Führerschein, so wird es dann auch in der Gastronomie sein.“

Doch nicht alle Gaststätten wollen in nächster Zeit die 2G-Regel einführen. Torsten Dehnke, Geschäftsführer vom Miro sagt, 3G reiche im normalen Betrieb aus. Nur bei Festen gelte dort die 2G-Regel.

Marcus Schmalbein vom Wuppertaler Hof bleibt auch bei der 3G-Regel für draußen und drinnen, solange von der Regierung nichts anderes vorgeschrieben wird. „Ich habe lieber einen negativ getesteten, gesunden Ungeimpften als einen kranken Geimpften“, sagt er.

So oder so, die Überprüfung der Regeln ist aufwendig und kein Spaß für die Wirte. „Ich bin froh, wenn der ganze Mist vorbei ist und ich alle Leute wieder in den Arm nehmen kann“, sagt Niklas Bergmann.

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