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Nosferatu-Spinne erstmals in Radevormwald gesichtet

Die Nosferatu-Spinne fühlt sich in Deutschland mittlerweile wohl. Auch das Bergische hat sie nun erreicht.
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Die Nosferatu-Spinne fühlt sich in Deutschland mittlerweile wohl. Auch das Bergische hat sie nun erreicht.

Der Achtbeiner aus Südeuropa breitet sich aus.

Von Stefan Gilsbach

Bergisches Land. Für Menschen, die Angst vor Spinnen haben, ist es keine gute Nachricht: Die Nosferatu-Spinne, die aus Südeuropa stammt, breitet sich wegen der immer wärmer werdenden Temperaturen nach Norden aus. Mit bis zu acht Zentimeter wird diese Spinne recht groß und kann auch Menschen beißen.

Auch in Radevormwald ist nun ein Exemplar gesichtet worden, und zwar laut dem Meldeportal „Naturgucker“ des Naturschutzbundes NABU. Am 3. September, so meldet ein Nutzer, habe er im Randbereich der Innenstadt ein Exemplar in seinem Keller gefunden und in den Garten befördert.

Nosferatu-Spinne breitet sich in NRW aus – diesen Fehler unbedingt vermeiden

„Diese Spinne liebt es warm und ist daher vor allem in der Rheinschiene verbreitet“, sagt Tom Klinkenberg, Mitglied des Bergischen Naturschutzvereins in Radevormwald. Dass die Spezies sich im Bergischen Land im großen Stil ansiedelt, hält er für unwahrscheinlich. „Manchmal werden Tiere auch unabsichtlich in andere Gegenden verfrachtet, etwa bei Umzügen.“ Allerdings gibt es auch im Umkreis von Radevormwald inzwischen Sichtungen der Noferatu-Spinne, so in Breckerfeld am 25. August und am Montag, 5. September, in Wipperfürth. Erstmals wurde die Spezies im Jahr 2005 in Deutschland festgestellt. Die Nosferatu-Spinne webt keine Netze, sondern springt ihre Beute, hauptsächlich Insekten, an. Benannt ist sie nach ihrer Rückenzeichnung, in der man mit etwas Fantasie den Film-Vampir Nosferatu erkennen kann.

So gruselig das Tier auch wirken mag, es ist harmlos. Zwar kann die Spinne – im Gegensatz zu heimischen Arten – auch Menschen einen Biss versetzen, doch bleibt es, falls keine Allergie vorliegt, nur bei einer lokalen Hautrötung.

Tierfreunde sollten die Spinne, wenn sie in der Wohnung auftaucht, nicht töten, sondern möglichst mit einem Glas einfangen und in einem Abstand von etwa 50 Metern im Freien aussetzen. Angesichts des kühler werdenden Wetters werden diese Spinnen nun häufiger ein warmes Plätzchen in Häusern suchen.

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