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Gastronomie

Nordpark-Kiosk soll im Mai eröffnet werden

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Die Wuppertaler fiebern der Belebung der Turmterrassen entgegen.

WUPPERTAL Ein Funkmast der Telekom steht weiteren Entwicklungen wie dem Biergarten allerdings noch im Weg.

Von Tanja Heil

Bei gutem Wetter strömen die Menschen scharenweise in den Nordpark, den die Stadt Wuppertal in den vergangenen Jahren stark aufgewertet hat – auch für Auswärtige aus den bergischen Nachbarstädten lohnt sich ein Ausflug in den Nordpark besonders bei Sonnenschein.

Immer wieder wird Marcel Thomas darauf angesprochen, wann denn nun endlich seine Turmterrassen öffnen, bis zu seiner Schließung ein sehr beliebtes Ausflugslokal. Diese Frage kann er nach wie vor nicht beantworten; aber der Kiosk, dessen Eröffnung schon mehrfach verschoben wurde, soll nun im Mai endgültig den Betrieb aufnehmen. Der genaue Termin soll bis Ende Januar stehen.

Der Grund für die Verzögerung: Erst im Oktober bekam er die Baugenehmigung für den Kiosk. „Das ist hochkomplex – der Kiosk steht genau auf der Grenze beider Grundstücke, die erst einmal getauscht werden mussten“, erklärt der Investor. Etwas später, aber noch in diesem Jahr, soll dann der so genannte Biergarten folgen. „Dort wird es aber gar keinen Alkohol geben, sondern Kaffee, Kuchen und Eis“, verdeutlicht Marcel Thomas.

Vorher muss jedoch die Telekom ihren Funkmast entfernen. „Wir können erst eröffnen, wenn der Funkmast abgebaut ist, weil das eine Riesen-Aktion ist“, erklärt Thomas. Ein großer Kran muss aufs Gelände fahren. Spätester Termin dafür ist laut den Verträgen Ende September. Seit Dezember führt der Investor intensive Gespräche mit der Telekom. Doch diese hat noch keinen Ausweichstandort für den Masten gefunden. Deshalb gibt es noch keinen Termin für den Abbau.

Gleichzeitig baut das Handwerkerteam gerade die Küche für den zukünftigen „Biergarten“ auf. Erst wenn dieser in Betrieb ist, werden die Toiletten in dem Gebäudekomplex regelmäßig zugänglich sein. „Sonst ist das für uns wirtschaftlich nicht vertretbar.“

Stadt will bis zur Eröffnung des Biergartens Parkplätze bauen

Vorher muss die Stadt jedoch die zugesicherten Parkplätze fertigstellen. Denn die Stadt hat von den WSW ein Grundstück gekauft, um dort 100 Parkplätze zu schaffen. Sie sollen sowohl für die Besucher des Nordparks als auch für die Gäste der Turmterrassen zur Verfügung stehen. Ein Verkehrsgutachten wurde vergangenes Jahr in Auftrag gegeben, das die Verkehrssituation analysieren soll. Problematisch ist vor allem der Zuweg über die Straße Mallack, die teilweise einspurig geführt wird. Wenn sich hier mehrere Autos aus beiden Richtungen begegnen, können schnell schwierige Situationen entstehen. Planungen mit Ausweichbuchten versuchen, den Verkehrsfluss zu gewährleisten.

„Wir hatten dazu extra einen Ortstermin gehabt“, erinnert sich Hans-Hermann Lücke (CDU), Bezirksbürgermeister in Barmen. Beim Ortstermin habe sich niemand gegen die 100 Parkplätze ausgesprochen; doch habe später eine Vertreterin der Grünen gefordert, nur 75 Stellplätze zu schaffen und den restlichen Platz für hochwertige Fahrrad-Abstellflächen zu nutzen.

Angesichts des regen Besuchs des Parks und der Tatsache, dass zwei Sportplätze ebenfalls viele Nutzer anziehen, fordert Lücke jedoch die geplanten 100 Stellplätze. Auch Thomas hält sie für dringend erforderlich. Wichtig sei auch eine gute Beleuchtung der Fußwege von den Stellplätzen zu den Turmterrassen.

Museumscafé und Waldfrieden hat der Investor aufgegeben

AUSFLUGSZIEL IN DER NACHBARSCHAFT: DER NORDPARK

DER PARK Der Nordpark liegt zwischen Barmen und Wichlinghausen auf einem fast ebenen Höhenrücken.

SPAZIERGANG Neun Kilometer Wege führen durch den Park..

SKYWALK Der „Skywalk“ bietet einen Panoramablick über Wuppertal – die Aussichtsplattform ist ohne Stufen erreichbar.

FREIZEIT Es gibt moderne Spielplätze und einen Fitness-Parcours.

WILDGEHEGE Das Wildgehege im Nordpark gibt es bereits seit 1955. Noch heute lieben Besucher es, das scheue Damwild mit Futter aus dem Automaten aus seinen Rückzugsgebieten an den Zaun zu locken und zu füttern.

PARKEN Der Zugang zum Nordpark kann zum Beispiel von der Märkischen Straße aus erfolgen, die unmittelbar an die A 46-Abfahrt Wichlinghausen anschließt.

Mit den eigentlichen Turmterrassen will sich der Investor noch Zeit lassen. „Das ist eine Herkulesaufgabe.“ Schließlich handelt es sich dabei um rund 800 Quadratmeter gastronomische Räume. Dieses Jahr kann sich Marcel Thomas jedoch ganz darauf konzentrieren: Die Leitung des Museumscafés Muluru im Von-der-Heydt-Museum hat er an seinen Küchenchef Ernst Brusberg übergeben. Aus dem Skulpturenpark Waldfrieden hat sich das Team zurückgezogen. So bleibt neben den Turmterrassen derzeit nur noch die Palette, das bekannte Künstlerrestaurant an der Sedanstraße. „Das wird bald wieder eine größere Rolle spielen“, verrät Marcel Thomas geheimnisvoll.

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