Wegen Mordes angeklagt

Plädoyers im Springmann-Prozess verschoben

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Der Angeklagte mit seinem Anwalt vor Gericht (Archivbild).

WUPPERTAL Gericht setzt Frist. Beweisanträge sind noch bis 29. Oktober möglich.

Die für den Freitag geplanten Plädoyers im Springmann-Prozess sind verschoben worden. Das Wuppertaler Landgericht muss sich noch beraten. Es setzt den Verteidigern eine Frist: Beweisanträge im spektakulären Mordprozess sind nur noch bis zum 29. Oktober möglich.

Am 39. Verhandlungstag diese Woche stellte der psychiatrische Gutachter seine Ergebnisse vor. Er schilderte den 45-jährigen Angeklagten als selbstbewusst, familienorientiert, auf Ordnung bedacht und eher ruhig. Der Mann ist genauso wie der Enkel (27) des getöteten Unternehmer-Ehepaars Springmann wegen Mordes angeklagt.

Das Ergebnis des Gutachtens entsprach den Erwartungen der Verteidiger: Der Gutachter sagte, er sehe auch „keine Anhaltspunkte, die so eine Art von Aggressivität, wie sie in der Anklage zum Tragen kommt, abbildet“. „Auffallend“ sei jedoch, dass der Angeklagte bei einem Waffenkauf erwischt wurde. Die Verteidiger des Enkels forderten, einen „Sachverständigen für Fitness, Kampf und Tötungstechniken“ zu hören – das werde ergeben, dass die Art der Erdrosselung von Christa Springmann nur mit besonderer Kenntnis und Kraft möglich war.

Zudem soll der psychiatrische Gutachter zu erklären versuchen, was den Enkel spontan zur Tötung seines Großvaters gebracht haben könnte und dazu, danach auch noch seine Großmutter zu töten. Zudem fordern sie eine Haftprüfung für ihren Mandanten. kati

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