Busse haben mehr Platz

Neumarkt: Radfahrer fühlen sich sicherer

Manchmal geraten die Busse noch auf den Radweg. Der verschobene Taxistand bietet den Verkehrsteilnehmern mehr Platz.
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Manchmal geraten die Busse noch auf den Radweg. Der verschobene Taxistand bietet den Verkehrsteilnehmern mehr Platz.

Busverkehr in Elberfeld sorgte für Gefahrensituationen.

Von Miriam Karout

Wuppertal. Der Radweg an der Neumarktstraße in der Kurve und am Wall ist nun für viele Radfahrer besser zu nutzen. Durch die Baustelle in den vergangenen Wochen war der Radweg nicht befahrbar. „Die Schleife ist jetzt deutlich besser befahrbar“, sagt Klaus Lang vom ADFC Wuppertal. Durch die Baustelle sei es in den vergangenen Wochen schwierig gewesen.

Radfahrer haben auf dem Wall und in der „Schleife“ seit rund zwei Jahren einen eigenen Radweg, der entgegen des Bus- und Autoverkehrs führt. In die andere Richtung dürfen sie die Straße nutzen. In der Kurve am Neumarkt ist es allerdings häufiger eng geworden, wenn Busse auf Radfahrer trafen und die Taxen am Stand auf der Straße verweilten. Deshalb wurde der Taxistand ein Stück auf den Neumarkt verlegt, die befahrbare Straße bietet den Bussen nun mehr Platz. Nur noch wenige überfahren den gestrichelten Streifen in der Kurve.

„Das klappt eigentlich auch gut“, sagt Klaus Lang. Natürlich müsse man auf die Fußgänger achten. Vor allem am Wall schauten diese fast immer nur in die Fahrtrichtung und nicht in die andere Richtung. So auch an diesem Morgen: Bei Sonnenschein sind viele Menschen zu Fuß am Wall unterwegs und auch einige Radfahrer. Es kommt beinahe zu einem Zusammenstoß, als ein Mann mit Rollator den Wall überquert und über den Fahrradstreifen geht. Der Mann wirkt schockiert, die Radfahrerin schimpft.

In der „Schleife“ vor dem Neumarkt ist die Verlegung des Taxistandes allerdings bemerkbar. Nur selten kommen die Busse über den Radstreifen in der Kurve. Auch als drei Taxen am Stand geparkt sind, ist genug Platz für die anderen Verkehrsteilnehmer.

Radweg bildet nun eine schöne Achse

„Wir haben jetzt eine Lösung, die funktioniert“, meint Klaus Lang. „Ich habe das auch so erlebt, dass der ein oder andere Bus ein bisschen weiter auf der rechten Seite fahren könnte“, ergänzt Christoph Grote von der Interessengemeinschaft Fahrradstadt Wuppertal. Aber es sei vor allem ein Sicherheits- und Qualitätsgewinn. Vorher sei es dort für die Verkehrsteilnehmer unangenehm gewesen. Situationen wie am Neumarkt sorgten dafür, dass Leute am Ende das Fahrrad stehen ließen. Nun bilde der Radweg aber eine schöne Achse vom Neumarkt über den Wall in Richtung Hauptbahnhof und Südstadt.

„Ich finde, die Gestaltung ist gut ausgeführt. Am Ende ist es eine Sache, an die sich die Verkehrsteilnehmer gewöhnen müssen“, so Grote. Er und Lang sind mit der Lokallösung für Radfahrer am Neumarkt zufrieden und freuen sich auf die Friedrichstraße, die zur Fahrradstraße werden soll. Dann gebe es eine durchgängige Fahrradachse vom Mirker Bahnhof zum Hauptbahnhof. „Es gibt sonst keine vernünftige Zubiegung“, meint Klaus Lang. Auch Grote sieht in der neuen, verkehrsarmeren Verbindung über die Friedrichstraße Chancen für den Radverkehr in der Stadt: „Dann denke ich, dass die Nutzerzahlen stark steigen werden.“

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