Neues Fundament für Innenstadt-Debatte

Die dunkelroten Flächen zeigen die geplanten Neubauten, die nach Bürgermeister Ernst Müller in etwa zwei Jahren errichtet werden könnten. Dazwischen wurde mehr Raum für Bäume und Hecken gelassen. Plan: Stadt Leichlingen

RATHAUS Erneut abgewandelte Pläne vorgestellt. Der Supermarkt im Stadtpark bleibt zwar, an der Wupper wird’s dafür immer grüner.

Von Kathrin Schüller

Leichlingen. „Wir warten einen Moment, es kommt noch ein Gast.“ So kündigte Bürgermister Ernst Müller am Mittwoch Dr. Jens Hinrich Weber an. Der Rechtsanwalt und Sprecher der Bürgerinitiative „Rettet den Stadtpark“ saß zum ersten Mal mit am Tisch, als die Verwaltung erneut geänderte Pläne zur Innenstadtbebauung vorstellte.

Auch nach den jüngsten Überlegungen bleibt es bei dem Vollsortimenter, der im neuen Stadtpark in das Hauptgebäude einziehen soll. Im ersten und zweiten Stock stellt man sich jetzt Seniorenwohnungen, betreutes Wohnen und eine Pflegestation mit rund 80 Betten vor. „An der grundsätzlichen Bebauung des Stadtparks führt aber kein Weg vorbei“, so Müller.

Das wegfallende Grün im Stadtpark soll durch noch einmal vergrößerte Frei- und Aufenthaltsflächen auf der Wupperseite ausgeglichen werden. Der einst L-förmige Bau auf dem Tankstellen-Areal wird auf nur noch einen Flügel beschränkt. Hier könnte etwa eine Markthalle und passend dazu Außengastronomie geschaffen werden, zur Straße hin abgegrenzt durch Hecken oder Bäume. Statt des Solitärgebäudes am Rathaus ist nun ein direkter Anbau geplant: für die Bücherei, das Stadtarchiv und möglicherweise auch das Stadtmuseum.

Schließlich soll gegenüber dem Verwaltungsgebäude – hier war anfangs sogar ein Hotel geplant – noch ein schlichter Kubus errichtet werden. Je nach Nachfrage des Marktes wären dort Geschäfte, Wohnungen und Lokale vorstellbar.

Am 25. Mai entscheidet das Gericht über ein Bürgerbegehren

Am 16. Mai sollen die Pläne im Ausschuss für Bauwesen, Umweltschutz und Stadtentwicklung vorgestellt werden, am 9. Juni im Rat. Außerdem will man eine erneute Bürgerinformation anberaumen. Dazwischen fällt allerdings der 25. Mai. Der Tag, von dem sich auch die Investoren ein deutliches Signal erhoffen. Vor Gericht wird entschieden, ob ein Bürgerbegehren doch zulässig ist. „Aufschiebende Wirkung hat das zwar nicht“, sagte Müller. Es sei allerdings auch nicht davon auszugehen, dass sich der Rat ohne weiteres über die Meinung vieler Leichlinger hinwegsetzen würde.

Jens Weber wertete das Gespräch als Versuch, das Miteinander zu verbessern und als einen Vertrauensvorschuss. Die Initiative werde die „neue Lage“ jetzt schnell diskutieren. Es scheint, als sei eine Basis gefunden – trotz des immer noch bebauten Stadtparks. Weber: „Es geht auch um die Nachhaltigkeit für Leichlingen und um den Bürgerfrieden.“

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