Übung

Neues Feuerwehr-Trainingszentrum in Wuppertal

Die Feuerwehr bekommt einen zweiten Gerätewart, um die Drehleiter immer mit zwei Mann besetzen zu können.
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Die Feuerwehr muss Brandbekämpfung trainieren.

Wuppertal. Die Gesamtkosten für das Projekt betragen 1,68 Millionen Euro.

Von Juri Lietz

Wenn die Wuppertaler Feuerwehr die Brandbekämpfung trainiert, macht sie das aktuell in der Hauptfeuerwache am Rande der Elberfelder Nordstadt. Der Stützpunkt in der August-Bebel-Straße wurde allerdings schon in den 1980er-Jahren konzipiert und entspricht längst nicht mehr den heute gültigen Standards. Die damalige Planung gibt bis heute vor, schlicht im Innenhof auf offener Fläche den Einsatz zu proben. Das Aufleitern wird am Schlauchturm getestet.

Dass dabei keine realen Umstände geschaffen werden können, sieht der Chef der Wuppertaler Feuerwehr als Problem. „Das erzeugt natürlich keine Handlungssicherheit“, sagt Ulrich Zander. Deshalb entsteht im neuen Jahr ein Trainingszentrum an der Varresbeck. Am Deutschen Ring werden mit Containern drei Stockwerke und ein Hausdach nachgebildet, und es wird Theaternebel zum Einsatz kommen. Auch Räume für den Theorie-Unterricht wird es geben.

Die Container stehen schon auf der großen Freifläche, die sich bei der Suche nach einem geeigneten Areal als Glücksfall herausstellte. Angesichts des Flächenproblems in Wuppertal wäre sonst kaum etwas übrig geblieben; hier aber war die Feuerwehr konkurrenzlos, weil das Gelände ein Altlastenproblem hat. Die Asphaltdecke darf nicht aufgebrochen werden, die Container werden aber aufgeständert. Jetzt wird eine Firma für deren Umbau gesucht.

Wenn dieser Teil des Zentrums fertig ist, kommt ein zweites Element hinzu: Eine gasbefeuerte Übungsanlage. Darin ist eine Wohnung aus Metall nachgebildet, in der Gasbrenner installiert sind. So kann Feuer entfacht werden, das es dann unter authentischen Bedingungen zu löschen gilt. „Wenn etwas falsch gemacht wird, kann der Leiter das dann auch eskalieren lassen“, zeigt sich Zander von den Möglichkeiten überzeugt. Bald wird von der Stadt die Ausschreibung gestartet. Diese Übungsanlage wird von einer Spezialfirma gebaut werden. Die Gesamtkosten für das neue Trainingszentrum beziffert Zander auf 680 000 Euro für die Container und auf zusätzlich eine Million Euro für die gasbefeuerte Anlage. Das Geld wird ausschließlich von der Stadt kommen.

Das Land NRW stellt zwar schon lange keine Förderung mehr für einzelne Projekte der Feuerwehr zur Verfügung, es überweist aber eine jährliche Pauschale in Höhe von 800 000 Euro nach Wuppertal. In der zweiten Jahreshälfte soll zunächst die Containeranlage in Betrieb gehen. Dann werden sowohl die Grundausbildung neuer Feuerwehrleute als auch Fortbildungen durchgeführt werden. Die Freiwillige Feuerwehr nutzt das Zentrum ebenso, und darüber hinaus gibt es Verhandlungen mit der Solinger Feuerwehr, die hier ihre Grundausbildung geben könnte.

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