Musik

Neues Festival für Popmusik in Düsseldorf kommt später

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Diese Größe der Metal-Szene hatte schon zugesagt: Doro Pesch.

DÜSSELDORF 2019 sollte es zum ersten Mal ein „City Beats Open Air“ geben, mit prominenten Namen. Das ist nun abgesagt. Die Organisatoren wollen in die Halle umziehen.

Von Alexander Esch

Die Pläne waren schon weit fortgeschritten. Doro Pesch hatte bereits als Patin zugesagt und wollte für einen kleinen Auftritt mit der Hauptband auf die Bühne kommen. Auch Vom Ritchie (Drummer der Toten Hosen), Thomas Schneider (Fehlfarben) und Ufo Walter (Randy Hansen) wollten die Newcomer-Bands mit Live-Gigs unterstützen. Die nötigen Genehmigungen lagen vor. Der Beirat der Unteren Naturschutzbehörde etwa hatte das Projekt auf der Galopprennbahn bereits einstimmig genehmigt. Selbst die Shuttlebusse vom Staufenplatz aus waren schon organisiert. Doch jetzt musste Klaus Klöppel, Leiter der Jungen Aktionsbühne (JAB) und des Spektakulums, das für den 31. August angekündigte Open-Air-Festival auf der Galopprennbahn absagen. „Es gibt dafür leider eine Reihe von externen und internen Gründen“, sagte er unserer Redaktion.

Seit 20 Jahren gibt es den Nachwuchswettbewerb Citybeats, mit dem die Junge Aktionsbühne Newcomer-Bands aus Düsseldorf und Umgebung sucht. Gerade erst Anfang Dezember haben sich die Parakeets beim Finale durchgesetzt. In den Jahren zuvor haben es immer wieder Sieger-Bands geschafft, sich mit Hilfe der JAB weiter zu professionalisieren. Klöppel nennt die Band Rogers, die 2010 den Wettbewerb gewann und nun vor wenigen Wochen ein ausverkauftes Konzert in der Halle im Zakk gab.

Zu viele Unwägbarkeiten bei Open-Air-Event Ebenfalls Teil der Förderarbeit ist das Musikcafé „Meets & Beats“, bei dem einmal im Monat dienstags in der Cafeteria bei freiem Eintritt gejammed und genetzwerkt wird. Newcomer treffen hier auf etablierte Kollegen. Klöppel erzählt, dass einst sogar ein ehemaliges Mitglied von The Clash nach einem Konzert vorbeischaute.

„Wir wollen diese Aufbauarbeit und die jungen Bands jetzt auch mal in einem größeren Rahmen sichtbar machen“, sagt Klöppel. „Wir wollen uns einfach mal zeigen.“ Die aktuellen Strukturen der JAB ließen die Organisation einer so aufwendigen Veranstaltung so kurzfristig jedoch nicht zu. Ein Auftritt unter freiem Himmel bringe aus Sicht von Klöppel zudem zu viele Unwägbarkeiten mit sich, die mit großen Risiken verbunden seien.

Dass das zu schmerzhaften Verlusten führen kann, hatte ja auch das Open-Source-Festival in früheren Jahren schon erfahren müssen. „Gespräche mit Organisator Philipp Maiburg haben uns noch einmal Risiko und Aufwand deutlich vor Augen geführt.“

Deshalb wollen sich die Macher des neuen Festivals nun mehr Zeit lassen und in eine Halle umziehen, die allerdings ebenfalls Platz für 2000 bis 3000 Besucher bieten soll. Auch dort soll es dann — wie es bereits jetzt für die Freiluftveranstaltung vorgesehen war — zwei Bühnen geben, auf denen etwa zwölf Bands auftreten.

Für die Hauptbühne sind laut Konzept Musiker vorgesehen, „die es bereits in die Professionalität schafften oder gerade dabei sind, sich zu etablieren“. Auf einer kleineren Bühne sollen Künstler auftreten, denen der Durchbruch noch bevor stehen könnte. „An diesem Konzept für ein Tagesfestival würden wir gerne festhalten. Die Frage ist jetzt natürlich, ob die Künstler, die bereits zugesagt hatten, auch am neuen Termin Zeit haben.“ Klöppel hofft nun, dass das Festival im Frühjahr 2020 stattfinden kann.

Der Eintritt soll mit Hilfe der Stadt und weiterer Sponsoren nicht teurer sein als 20 bis 25 Euro. „Alle reden vom Musikstandort Düsseldorf. Wir arbeiten ständig daran, dass dieser auch zukünftig der Rede wert sein wird“, sagt Klöppel.

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