Neuer Stadtpark: Fast alles auf Anfang?

Projektentwickler Horst-Alexander Spitzkopf. Er und Bürgermeister Ernst Müller müssen noch einiges an Überzeugungsarbeit leisten, bevor die Innenstadt ein neues Gesicht bekommt. Archiv-Foto: Christain Beier

RAT Abgespeckte Pläne können weiter verfolgt werden. Aber bei der Nutzung „beginnt das Spiel von vorn“.

Von Kathrin Schüller

Leichlingen. „Das Spiel beginnt von vorn.“ So schätzt Horst-Alexander Spitzkopf die Aussichten für die Leichlinger Innenstadt gestern im Gespräch mit dem Solinger Tageblatt ein.

Zwar ist der Geschäftsführer der AS Projektentwicklung mit Sitz in Wiesbaden froh darüber, dass sich der Rat am Donnerstagabend mit knapper Mehrheit dazu entschlossen hat, den Weg zu einem Neubau mitzugehen (ST berichtete). Mit den Vorstellungen zur späteren Nutzung aber sei man abgesehen vom Supermarkt „gescheitert“. Denn die Politiker haben sich gegen Altenpflege und betreutes Wohnen für Senioren entschieden. Das seien keine idealen Voraussetzungen, um rentable Lösungen zu finden: für den Investor, für die Stadt. Sie will das Stadtpark-Grundstück gegen das Wupper-Areal tauschen, wenigstens im Nullsummenspiel – idealerweise mit Überschuss, um dort anfallende Investitionen stemmen zu können. Spitzkopf: „Das wird schwierig. Wir werden uns erneut zusammenraufen müssen.“

Weniger Beton im Stadtpark, mehr Grün und eine Markthalle an der Wupper, so sehen die aktuellen Planungen zur Stadtmitte aus. Grünes Licht gab es im Rat nur, weil Sibille Hanenberg und Heide Odenthal nicht wie die übrige CDU-Riege mit Nein gestimmt haben, sondern sich mit ihrem Votum SPD, BWL und UWG angeschlossen haben. CDU, FDP und Grüne warfen als Gegenargumente vor allem die noch ungeklärte Grundstücksproblematik in die Waagschale. Ergeben hat sie sich durch einen strittigen Passus in dem alten Kaufvertrag aus dem Jahr 1962. Danach würde die gewerbliche Bebauung des Stadtpark-Areals ausgeschlossen. „Dieses Risiko sei so gering, dass es vernachlässigt werden kann“, las Bürgermeister Ernst Müller aus einem Gutachten vor, das von der Stadt in Auftrag gegeben worden war. Überzeugen konnte das die Gegner allerdings nicht, ebenso wenig wie die Worte von UWG-Mann Hermann Terjung. Man habe inzwischen ein Maximum an Grün und Freizeitflächen herausgeholt. Jetzt gehe es darum, über den Gestaltungsentwurf zu entscheiden, damit das Verfahren fortgesetzt werden kann. Terjung: „Mehr beschließen wir doch heute gar nicht.“

Weniger Zuhörer imRatssaal als erwartet

Die lebhafte Debatte hat weniger Zuhörer in den Ratssaal gelockt, als vorher angenommen. Die Besucher, darunter viele Mitglieder der Bürgerinitiative „Rettet den Stadtpark“, fanden alle einen Sitzplatz.

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