Umbau

Neuer Platz am Döppersberg soll grüner werden

So sieht der Wupperpark Ost heute aus. Der Asphalt soll noch eine hellere Farbe bekommen. Auch Bäume werden ergänzt. Foto:
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So sieht der Wupperpark Ost heute aus. Der Asphalt soll noch eine hellere Farbe bekommen. Auch Bäume werden ergänzt.

Wupperpark Ost erhält Bäume, Bambus und Gras – Umbau schreitet voran

Von Katharina Rüth und Daniel Neukirchen

Wuppertal. Wie die beiden Gebäude im künftigen Wupperpark Ost am Ende aussehen werden, ist schon gut vorstellbar. Von der Gestaltung der Freifläche ist dagegen noch wenig zu sehen. Bisher ist der Platz, der das Wort „Park“ im Namen trägt, geprägt von schwarzen Asphaltflächen.

Die schwarze Farbe wird verschwinden, es werden Bäume und Gras gepflanzt. Aber tatsächlich wird viel Fläche versiegelt bleiben. Noch dominiert auf der Baustelle der Beton. Den Passanten am Döppersberg wird langsam klar, dass hier kein Park im eigentlichen Sinne entstehen wird. Andrea Braune (62) ist enttäuscht. „Das ist ja nur Asphalt“, sagt sie. „Eine Katastrophe, ehrlich gesagt.“

„Im Oktober wird’s schön.“

Architekt Holger Erke verspricht eine baldige Aufwertung

Sie habe das Projekt von Anfang verfolgt und sich das Ergebnis ganz anders vorgestellt. „Warum macht die Stadt das so? Genau wie auf dem Von-der-Heydt-Platz. Auch da fehlt das Grün.“ Franz Wiesenberg (80) sagt angesichts des jetzigen Bildes: „Das wird ja hoffentlich noch etwas verschönert, oder?“

Der Architekten-Entwurf für den Wupperpark Ost.

Auch Architekt Holger Erke, der für die Gebäude auf dem Platz zuständig ist, räumt ein: „Der Eindruck ist im Moment ganz schön schwarz.“ Aber das werde sich ändern: „Im Oktober wird’s schön“, verspricht er. Und das sagt auch Landschaftsarchitektin Hiltrud Lintel von der Scape Landschaftsarchitekten GmbH, die für die Gestaltung der Flächen zuständig ist. Die Idee für den gesamten Bereich sei eine „artifizielle Flusslandschaft“, erklärt sie. Ziel sei „ein Platz für jedermann“, direkt an der Wupper, ein besonderer innerstädtischer Ort. Die Fläche werde mit einen Natursplit in einem warm-gelb-grauen Farbton bedeckt, dadurch werden sich cremeweiße Bänder schlängeln, die an Flusswellen erinnern sollen. Die Gebäude und die Baumbeete sollen von ihrer Form her an Kiesel erinnern, die von den Wellen rund geschliffen werden. Deshalb haben sie ihre gerundeten und ungleichmäßigen Formen.

Vier weitere Bäume ergänzen die vorhandenen alten Platanen

Zusätzlich zu den beiden noch stehenden alten Platanen sind vier weitere Bäume geplant: eine Schlitzblättrige Schwarz-Erle und drei mehrstämmige japanische Zelkoven – beides Baumsorten, die gut mit dem Klimawandel zurechtkommen. Sie sollen Ende Oktober gepflanzt werden, dann noch als Jungspunde und erst sechs bis neun Meter hoch. Als ausgewachsene Bäume werden sie zehn bis 15 Meter Höhe erreichen. Ihre Baumbeete und ein zusätzliches Beet in Kieselform werden mit Gräsern bepflanzt. Im Bunkereingang und entlang der B 7 sollen Bambussträucher stehen. Die Begrenzung der Baumbeete dienen gleichzeitig auch als Sitzgelegenheiten. Über den Platz führten viele Wegebeziehungen, erklärt Hiltrud Lintel. Es sei erstmals das Flanieren direkt am Wasser möglich, aber auch der diagonale Weg von der Morianstraße Richtung Hauptbahnhof. Dafür wird genug Platz sein, denn das Verhältnis von Grün zu Wegefläche betrage etwa ein Drittel zu zwei Drittel. Von viel begehbarer Fläche spricht auch Bezirksbürgermeister Thomas Kring (SPD): „Es wird kein Wald“, sagt er. Aber es werde eine Menge Pflanzinseln geben.

Klaus Lüdemann, Grünen-Ratsherr und unter anderem Kämpfer für die Bäume auf dem Platz, ist schon enttäuscht: „Da ist ja kaum noch Park, das sind fast alles Steine.“ Nach einem anderen Entwurf sollte das Dach des Info-Pavillons komplett begrünt werden und über eine ebenfalls begrünte Freitreppe für alle erreichbar sein. „Für den Entwurf habe ich auch gestimmt“, sagt Lüdemann. „Jetzt wird das Dach des Info-Pavillons nur eingeschränkt zugänglich sein.“ Auf das Dach des Gebäudes, auf dem es auch eine Terrasse geben wird, kommt man jetzt nur durch das geplante Café im Pavillon oder vom Club im unterirdischen Bunker.

Wupperpark Ost

Pläne: Der Wupperpark Ost gehört zu den letzten Bestandteilen des großen Döppersberg-Umbaus. Voraussichtlich Ende Oktober könnte der Info-Pavillon eröffnet werden, in dem Wuppertal Marketing künftig Touristen und Wuppertaler zu Angeboten der Stadt informiert. Im gleichen Gebäude soll auch ein Café eröffnen. Das Café Cosa, eine Anlaufstelle für Mitglieder der Drogenszene, werde später, aber noch in diesem Jahr eröffnen, sagt Martina Langer, Projektleiterin des Döppersberg-Umbaus.

Ideen: Offen ist dann noch der Umbau des Platzes hinter Primark zu einem Taxi-Wartestand. Für den Umbau der Elisabeth-Schniewind-Straße direkt am Bahnhof sollen erst die Umbauten von Bahndirektion und Empfangsgebäude des Hauptbahnhofs abgewartet werden.

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