Kultur

Neuer Museumschef kommt aus Saarbrücken

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Der Chefposten im Von der Heydt-Museum ist wieder besetzt.

WUPPERTAL Roland Mönig wird Leiter des Von der Heydt-Museums. Er hat seine Wurzeln im nahen Ruhrgebiet.

Von Lothar Leuschen

Das Von der Heydt-Museum in Wuppertal hat einen neuen Leiter. Dr. Roland Mönig wird Nachfolger von Gerhard Finckh, der Ende März in den Ruhestand verabschiedet worden ist.

Der neue Museumsdirektor hat sich im Wettbewerb gegen zwei Frauen und zwei Männer durchgesetzt. Dem Auswahlgremium gehörten neben Experten wie Bildhauer Tony Cragg und dem Generaldirektor des Düsseldorfer Museums Kunstpalast, Felix Krämer, unter anderem auch die Wuppertaler Stadtspitze mit Oberbürgermeister Andreas Mucke (SPD), Stadtdirektor Johannes Slawig und Kulturdezernent Matthias Nocke (beide CDU) an.

Dr. Roland Mönig überzeugte alle Beteiligten. 

Mönig ist ein ausgesprochen gut beleumdeter Museumsdirektor. Für seine erfolgreiche Aufbauarbeit für die Moderne Galerie im Saarlandmuseum in Saarbrücken wurde er mit der „Goldenen Ente“ der Landespressekonferenz ausgezeichnet. Der Preis ist nicht dotiert, hat aber sehr prominente Träger. Mönig habe es geschafft, den Saarländern ihr Museum zurückzugeben und bundesweit für positive Schlagzeilen aus dem Saarland zu sorgen, hieß es in der Begründung zur Preisvergabe.

Demnach setzt der Nachfolger des nicht minder erfolgreichen Museumsdirektors Gerhard Finckh auf Kommunikation und Vermittlung der Museumsarbeit. Im Falle des Saarbrücker Hauses war das unter anderem auch deshalb notwendig, weil die Baukosten der Modernen Galerie letztlich mit 39 Millionen statt neun Millionen Euro zu Buche schlugen.

Suche nach einem Nachfolger scheiterte zunächst an Alleingang

Dabei ist Roland Mönig derjenige gewesen, der die Suppe auslöffelte, die andere ihm eingebrockt hatten. Der Bau war 2011 beschlossen worden, zwei Jahre, bevor Mönig ins Saarland wechselte. Auch damals kam er aus einer erfolgreichen Zeit zu seinem neuen Arbeitgeber. Mönig hat 16 Jahre im Museum Kurhaus in Kleve gearbeitet. Nach dem Saarlandmuseum ist das Haus in Wuppertal eine weitere Stufe auf der Karriereleiter des 54 Jahre alten Kunsthistorikers.

KANDIDATENSUCHE

ALLEINGANG Dr. Roland Mönig hat offenbar das Vertrauen aller Beteiligten gewonnen. Damit ist nun der zweite Versuch, die Nachfolge Finckhs zu regeln, endlich erfolgreich. Der erste scheiterte, nachdem die Stadtverwaltung im Alleingang eine Kandidatin ausgesucht hatte, die dem Kunst- und Museumsverein (KMV) nicht geeignet erschien. Der KMV ist wie die Jackstädt-Stiftung und die Brennscheidt-Stiftung Gesellschafter des Von der Heydt-Museums, das als gemeinnützige GmbH geführt wird. Die Gesellschafter tragen auch einen Teil der Personalkosten. Außerdem organisiert der KMV die ehrenamtliche Arbeit im Museumsshop des Hauses.

Das Von der Heydt-Museum ist dank der unermüdlichen Arbeit Finckhs heute weltweit vernetzt und an allen wichtigen Kunststandorten bekannt. Unter Finckhs Ägide avancierte das Elberfelder Museum dank äußerst gut frequentierter Ausstellungen etwa mit Werken von Rodin und Monet mehrmals zum Museum des Jahres in Deutschland. Das ist bemerkenswert für ein Haus außerhalb der Metropolen Berlin, Hamburg, München, Frankfurt und Köln. Und gleichzeitig eine Hypothek für die neue Leitung. Mönig tritt in große Fußstapfen. Aber sowohl die Stadtspitze als auch der Kunst- und Museumsverein sollen von ihrer Wahl absolut überzeugt sein.

Für Roland Mönig ist die neue Herausforderung in Wuppertal übrigens ein Abenteuer in der alten Heimat. Er stammt aus Bochum.

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