Orientierung

Mit neuem Plan über die Nordbahntrasse

Der Fahrplan zur Nordbahntrasse lehnt sich an die Streckenkilometer der Bundesbahn an. Archivfoto: Gerhard Bartsch
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Der Fahrplan zur Nordbahntrasse lehnt sich an die Streckenkilometer der Bundesbahn an.

Wuppertalbewegung veröffentlicht eine Karte im Stil der Bundesbahn.

Von Miriam Karout

Wuppertal. Die Wuppertalbewegung hat einen Orientierungsplan zur Nordbahntrasse erstellt, welcher sämtliche Informationen der Strecke detailgenau und traditionell im Stil eines Fahrplans der Bundesbahn wiedergibt.

Die Idee dazu hatte Rolf Dellenbusch, der die damals noch versteckte Trasse schon vor knapp 13 Jahren mit einem Stadtplan erkundete. „An allen Bahnstrecken gibt es auch heute noch eine Kilometrierung – also Kilometersteine oder Hektometertafeln – zur Orientierung für den gesamten Regelverkehr der Bahn, so auch auf der Nordbahntrasse“, erklärt Dellenbusch. Die Kilometrierung der 1879 eröffneten und 1999 stillgelegten Rheinischen Strecke begann in Düsseldorf und endete nach 77,6 Kilometern in Dortmund Süd. Daran orientiere sich auch dieser Fahrplan.

Die Daten, die Dellenbusch entlang der Trasse über die Jahre gesammelt hatte, habe er dann der Kilometrierung in aufsteigender Reihenfolge, beginnend von der Ladebühne in Vohwinkel bis Schee zugeordnet. „An diesem Punkt kam mir die Idee, diese Informationen analog zu einem Fahrplan der Bundesbahn zu gestalten. Im Laufe der Jahre habe ich alle für den Bürger interessanten Informationen auf oder an der Trasse gesammelt und in den Fahrplan integriert.“

Zur leichteren Auffindbarkeit habe er alle Themen mit einem Piktogramm versehen. In einer Legende am Ende des Fahrplans sind zusätzlich historische Daten und spannende Fakten der Nordbahntrasse zusammengefasst. Der Plan verweist also nicht nur auf die Streckenkilometer: Laut Dellenbusch gibt es keine umfangreichere Informationsquelle zur Nordbahntrasse.

Obwohl der letzte Güterzug die Nordbahntrasse 1999 nutzte, gibt es immer wieder neue Projekte, die den geschichtlichen Hintergrund der Trasse wahren. „Der Orientierungsplan soll die Erinnerung wachhalten, dass dies eine ehemalige Bahnstrecke ist. Und ist einfach eine, wie ich finde, originelle Idee“, sagt Rainer Widmann, der die Nordbahntrasse als Projektleiter der Stadt von Anfang bis zur Fertigstellung 2014 betreut hat.

Darüber hinaus seien zuvor an 52 Standorten unter der Regie des Historischen Zentrums 102 Tafeln mit kurzen Infotexten und historischen Fotos aufgestellt worden. „Damit nicht nur die Bahngeschichte, sondern auch die städtebauliche Veränderung im Trassenumfeld deutlich gemacht wird“, so Widmann.

Seit fast sechs Jahren erstreckt sich die Nordbahntrasse über 23 Kilometer quer durch das Wuppertaler Stadtgebiet – nun auch mit einem besonderen Fahrplan, den man an der Draisinenstation am alten Bahnhof Wuppertal-Loh in einer original DB Fahrplanvitrine ausfindig machen kann.

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