Verein

„Neue Ufer“ plant Gastronomie am Fluss

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Der Wupperzugang am Islandufer ist zum Treffpunkt der Drogenszene geworden.

WUPPERTAL Hohe Auflagen für Cafés an der Wupper.

Von Daniel Neukirchen

Nur wenige Cafés und Bars in Wuppertal setzen ihre Gäste an die Wupper. Ausnahmen gibt es etwa an der Moritzstraße, wo das neue „Elbe“ sein Sonnendeck am Wasser eröffnet hat, oder das „Strandcafé“ an der Kohlfurther Brücke. Der Verein „Neue Ufer“ Wuppertal würde mehr Gastronomie am Stadtfluss „unbedingt begrüßen“, sagt Vorsitzende Dajana Meier.

„Wir wollen ja, dass der Fluss ins Leben der Stadt zurückkehrt.“ Ihrer Meinung nach sind ein Faktor für die auf weiten Strecken fehlende Wuppergastronomie auch die strengen Vorgaben von Stadt und Wupperverband. So sei vor Jahren an der Adlerbrücke, wo lange Zeit das Restaurant L‘elefantino an der Wupper seine Gäste empfing, einem potenziellen Interessenten das Leben mit Auflagen erschwert worden. „Da sollte dann jede Nacht das ganze Außenmobiliar eingesammelt werden“, sagt Meier. Sie findet: „Der Wupperverband muss sich in dieser Sache bewegen.“

Der Wupperverband wird als Träger öffentlicher Belange eingebunden, wenn sich neue Gastronomie direkt an der Wupper ansiedeln will. Wupperverband-Sprecherin Susanne Fischer stellt das Risiko dar: „Der Pegel der Wupper kann bei Starkregen sehr stark steigen.“ Die Sicherheit der Menschen dürfe eben nicht außer Acht gelassen werden. „Wir wollen denen, die an der Wupper planen, eine realistische Sicht vermitteln“, sagt Fischer.

50 Prozent der Grundstücke an der Wupper sind in Privatbesitz

Ein weiterer Faktor, der die Möglichkeiten für ein kühles Getränk am Fluss einschränkt, sei die Verfügbarkeit der Flächen. Dajana Meier weiß: „50 Prozent der Grundstücke an der Wupper sind in Privatbesitz.“ Hinzu kommt, dass im Innenstadtbereich sehr oft Mauern, Leitungen, Schwebebahnstützen und Gebäude den kreativen Spielraum einengen.

Ein neues Gastronomie-Projekt am Wasser plant der Verein „Neue Ufer“ selbst. Er ließ bereits durch einen Gutachter den Status des Flutgrabens in der Nähe des möglichen Pina-Bausch-Zentrums ab der Kluse prüfen, um dort eine Art Gracht entstehen zu lassen. Dort könnte sich der Verein eine Café-Nutzung am Wasser vorstellen.

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