Neue Pläne für die Kleine Höhe

Die Bürgerinitiative Kleine Höhe, hier versammelte sich der Sprecherkreis, will weiter für den Erhalt des Grünzugs kämpfen. Foto: Andreas Fischer
+
Die Bürgerinitiative Kleine Höhe, hier versammelte sich der Sprecherkreis, will weiter für den Erhalt des Grünzugs kämpfen.

Wuppertaler Bürgerinitiative will Areal durch Freizeitnutzung aufwerten

Von Katharina Rüth

Wuppertal Die Bürgerinitiative Kleine Höhe will nach der Verhinderung der Forensik nicht die Hände in den Schoß legen, sondern sich weiter engagieren, damit der Grünzug zwischen Wuppertal und Neviges erhalten bleibt. Denn noch ist im Regionalplan dort ein Gewerbegebiet ausgewiesen. Die Idee: Das Areal besser für die Naherholung erschließen und bekannt machen – als „Wanderland“.

Der sechsköpfige Sprecherkreis der Bürgerinitiative (BI) stellte jetzt die Ideen dazu vor: Angela Müller hat einen möglichen großen und einen kleinen Rundwanderweg von einer halben und einer Stunde ausgearbeitet, dazu weitere Wegeverbindungen, die etwa an andere Wanderregionen wie das Neandertal führen. Allerdings seien viele Wege derzeit nicht nutzbar, verschlammt, zugewachsen, verschwunden – auch Wege, die einst als Wanderwege ausgezeichnet waren. Die Wege sollen so (wieder) ausgebaut werden, dass auch Ältere sie bequem als Spazierweg nutzen können.

„Wir wollen das Gebiet bekannt machen, damit man es wertschätzt.“

Uwe Teubner, Bürgerinitiative

Es soll weitere Bänke geben – drei hat die Initiative schon aufgestellt, ermöglicht durch Spenden. Zudem wünscht sich die BI Papierkörbe, Wegweiser und Infotafeln. „Ich träume ja von QR-Codes“, sagt Angela Müller. Über diese sollten Spaziergänger Informationen über Pflanzen, Tiere, Landschaftsform und Geschichte des Gebietes auf dem Handy abrufen können. Ein Freizeitpark soll das Gelände ausdrücklich nicht werden, sondern nachhaltig gestaltet, idealerweise kombiniert mit ökologischer Landwirtschaft.

Das Wanderland solle ein Begriff werden

Schon jetzt sei die Kleine Höhe mit öffentlichen Verkehrsmitteln „von allen Seiten gut zu erreichen“, betont Angelika Behr: Mit der S-Bahn bis Velbert-Rosenhügel, mit der Buslinien 627 von Barmen und den Linien 647 und 649 von Wuppertal Hauptbahnhof aus.

Die BI ist sich bewusst, dass ihre Ideen nur eine Vision sind, für deren Verwirklichung sie auf andere angewiesen ist. Dennoch ist ihr Ziel: „Wanderland Kleine Höhe soll ein Begriff werden“, erklärt Peter Egen. Zweck ist, den Wert des Areals bekannter zu machen. Es gehört zu einem Grüngürtel zwischen Ruhr und Rhein, ist wichtige Frischluftschneise. „Wir wollen das Gebiet bekannt machen, damit man es wertschätzt“, so Uwe Teubner. Denn sein angeblich geringer Wert für die Freizeitnutzung sei ein Argument in den Abwägungen zu einer möglichen Bebauung gewesen.

Derzeit sei eine Bebauung nicht geplant, aber die BI will das Gelände dauerhaft schützen. Weiterhin ist ein mögliches Gewerbegebiet dort im Regionalplan verzeichnet. Das zu verändern sei nicht möglich, sei ihnen gesagt worden, solange Wuppertal einen Mangel an Gewerbeflächen habe. „Angeblich haben wir 124 Hektar zu wenig“, sagte Peter Egen. Die BI zweifelt an diesen Berechnungen. Der Politiker Patric Mertins (CDU), Mitglied im Regionalrat, und der Landtagsabgeordnete Martin Sträßer (CDU) hätten sie bestärkt, dass sie zwar dicke Bretter bohren müssten. Aber sie sollten in kleinen Schritten weitermachen.

Die BI wünscht sich Unterstützung durch die Stadt. Ihr gehörten viele Flächen auf der Kleinen Höhe, ihre Hilfe bräuchten sie etwa für den Ausbau der Wege. Im März will die BI erneut mit Oberbürgermeister Uwe Schneidewind sprechen.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Anwohner will Tempo 30 und wird dafür angefeindet
Anwohner will Tempo 30 und wird dafür angefeindet
Anwohner will Tempo 30 und wird dafür angefeindet
Little Tokyo ist Düsseldorfs Kult-Viertel
Little Tokyo ist Düsseldorfs Kult-Viertel
Little Tokyo ist Düsseldorfs Kult-Viertel
Sex-Videos: Strafe für 19-Jährigen
Sex-Videos: Strafe für 19-Jährigen
Exhibitionist verfolgt 25-Jährige am See
Exhibitionist verfolgt 25-Jährige am See
Exhibitionist verfolgt 25-Jährige am See

Kommentare