Nach Todesschüssen: Anklage erhoben

59-jähriger Haaner verdächtigt

Haan/WUPPERTAL -dilo- Nach tödlichen Schüssen auf eine 47 Jahre alte Haanerin in einer Wohnung an der Deller Straße hat die Staatsanwaltschaft den Ehemann (59) angeklagt. Er steht unter Verdacht des Totschlags. Darüber informierte das nun zuständige Landgericht Wuppertal.

Die Frau hatte laut früherer Mitteilung der Behörden am 25. März 2021 in der Wohnung des Paares in einem Mehrfamilienhaus mehrere, schwere Schussverletzungen im Oberkörper erlitten. Sie verstarb am selben Tag in einer Klinik außerhalb. Eine Mordkommission unter Leitung des Polizeipräsidiums Düsseldorf übernahm die umfangreichen Ermittlungen. Der Mann befindet sich in Untersuchungshaft.

Am Tattag hatten Nachbarn gegen 18 Uhr die Polizei zum Wohnhaus des Paares gerufen. Sie hatten „Knalle“ und verdächtige Geräusche gehört. Die eintreffenden Streifenwagen-Besatzungen fanden die Frau schwer verletzt in der Wohnung. Der zwölf Jahre ältere Mann soll kurz darauf das Bewusstsein verloren haben. Er hatte mutmaßlich eine Vergiftung durch Medikamente erlitten, die er eingenommen hatte. Er kam vorübergehend ebenfalls in eine Klinik.

Laut Gericht ergab eine Blutprobe zweieinhalb Stunden nach den Schüssen bei ihm einen Blutalkoholwert von zwei Promille. In den folgenden Wochen befragten Polizisten eine Vielzahl Personen aus der Nachbarschaft und dem weiteren Umfeld des Paares. Dazu kamen umfangreiche Labor-Untersuchungen.

Verhandlungsbeginn könnte im September sein

Früheren Angaben zufolge war der Mann Sportschütze und deshalb berechtigt, Waffen zu besitzen. Die Anklage geht davon aus, dass zwischen den Eheleuten Streit um eine Trennung bestand, erläuterte ein Sprecher des Gerichts. Das Paar habe seit einen Monat vor dem Geschehen in den Räumen getrennt voneinander gelebt. Dies habe der nun angeklagte Mann aber womöglich nicht hinnehmen wollen.

Die Staatsanwaltschaft sehe keine niederen Beweggründe oder andere Mordmerkmale als gegeben. Im Landgericht prüfen als Nächstes drei Berufsrichterinnen und -richter der Schwurgerichtskammer die Anklage. Sie müssen unabhängig entscheiden, ob nach vorläufigem Stand eine Verurteilung wahrscheinlich ist.

Wenn sie das Verfahren zulassen, ist erfahrungsgemäß mit Verhandlungsbeginn im kommenden September zu rechnen, entsprechend der aktuellen Auslastung des Gerichts.

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