Gastrobetrieb

Nach dem Hochwasser: Hunderte Gäste besuchen Landhaus Bilstein in Beyenburg

Felis Saupp und Rosemarie Hanke geniessen ihr Essen im Landhaus Bilstein bei strahlendem Sonnenschein. Foto: Gerhard Bartsch
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Felis Saupp und Rosemarie Hanke geniessen ihr Essen im Landhaus Bilstein bei strahlendem Sonnenschein.

Wuppertal. Die Arbeit im Foodtruck ist für die Inhaberin Christiane Schneider ungewohnt.

Von Martin Lindner

Die Beyenburger Felis Saupp und Rosemarie Hanke finden es großartig, dass der Gastrobetrieb im Landhaus Bilstein nach der Flutkatastrophe wieder im Außenbereich angelaufen ist. Bei strahlendem Sonnenschein genießen die beiden Senioren Bratwurst mit Pommes und Hähnchengeschnetzeltem. Sie freuen sich, dass sie wieder einen Platz haben, wo sie hingehen können; ihnen gefallen auch die kunterbunten Schirme, die scheinbar über der Terrasse schweben.

Viele Radfahrer machen am Gastrobetrieb Rast, in den ersten vier Tagen seit der Wiedereröffnung finden Hunderte Menschen den Weg ins Landhaus Bilstein. Am Foodtruck herrscht emsiger Betrieb. Inhaberin Christiane Schneider reicht lächelnd das Essen aus dem Wagen, sie hat einiges um die Ohren. „Es ist schon hart, in den Ablauf reinzukommen“, gibt sie zu. Das Arbeiten im Foodtruck sei ein anderes als in der großen Küche im Restaurant. „Das ist auch für mich komplettes Neuland“, sagt sie. Und: Sie müsse sich erst einmal in die neue Situation einarbeiten. Ein Manko sei, dass die Lebensmittel nicht groß gelagert werden könnten. Ein weiteres Ärgernis: An einem Tag ist ihr die Fritteuse kaputtgegangen.

Für Christiane Schneider kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. Der Gastrostress helfe ihr auch dabei, die Bilder der Flutkatastrophe, als das Wasser ihren Betrieb verschluckt hatte, ein Stück weit zu vergessen.„Es war super, ich habe gestrahlt wie ein Honigkuchenpferd“, sagt sie rückblickend auf die ersten Tage nach der Wiedereröffnung. Sie freue sich, so viele Gäste begrüßen zu dürfen. Stammgäste, aber auch neue Gesichter seien dabei gewesen. Schneider habe rundweg positives Feedback von ihnen bekommen. In ihrem Kopf plant sie nun schon neue Gerichte, ein Wildragout mit Knödeln könnte beispielsweise demnächst auf dem Menüplan stehen. Die Gerichte sollen dann einmal wöchentlich wechseln.

Gastronomin hofft auf regelmäßige Besuche der Stammgäste

Schneider hofft darauf, dass die Gäste ihr die Treue halten, wenn es draußen wieder kälter wird. „Sonst überleben wir das finanziell nicht“, zeichnet sie ein düsteres Bild der gegenwärtigen Situation. Nach den ersten vier Tagen muss die Gastronomin aber erst einmal durchatmen und wieder Energie tanken. Denn die Probleme, hervorgerufen durch die Flut, sind nicht verschwunden; es gebe viele Dinge, um die sie sich kümmern müsse. Die Sorgen und der Stress lasse sie schlecht bis kaum schlafen. Aber sie ist hoffnungsfroh. „Es geht aufwärts“, sagt sie.

Das Landhaus Bilstein in Beyenburg hat von Donnerstag bis Sonntag, von 11.30 Uhr bis 21 Uhr, geöffnet.

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