Gerichtsprozess

Mord am Ehepaar Springmann - heute soll es das Urteil geben

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Die Verteidigung sieht die Schuld der Angeklagten nicht erwiesen.

WUPPERTAL Die Staatsanwaltschaft fordert lebenslange Haft für den Springmann-Enkel und seinen Geschäftspartner. Die Verteidigung sieht die Schuld der Angeklagten nicht erwiesen.

Nach dem Doppelmord an einem vermögenden Wuppertaler Unternehmerpaar wird an heute das Urteil verkündet. Die hochbetagten Kunst-Mäzene waren in ihrer Villa ermordet worden. Vor dem Wuppertaler Landgericht stehen der Enkel der Ermordeten und sein mutmaßlicher Komplize. Der Staatsanwalt hat gegen das Duo lebenslange Haft mit besonderer Schwere der Schuld beantragt. Er sieht beide als Doppelmörder überführt. Es sei dem Enkel um das Erbe in zweistelliger Millionenhöhe gegangen. Beide Männer hätten die betagten Eheleute in deren Villa niedergeschlagen und erdrosselt.

Enkel soll Enterbung befürchtet haben

Der Enkel habe die großzügigen Zuwendungen seiner Großeltern verprasst, anstatt zu studieren. Sein Großvater sei dahinter gekommen, dass sein Enkel ihn belogen habe. Der 26-Jährige habe daraufhin befürchtet, enterbt zu werden.

Die Verteidiger haben Freisprüche für beide Angeklagte beantragt. Die Großeltern hätten noch gelebt, als der Enkel ihre Villa verlassen habe. DNA-Spuren des Komplizen waren allerdings am Tatort im Schlafzimmer des Großvaters entdeckt worden und Blutspuren der Großmutter im Auto des Enkels. (dpa)

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