Hilfsbereitschaft

3 Millionen Euro für Flüchtlingsunterkünfte

In drei Einrichtungen will die Stadt Wuppertal 1200 Flüchtlinge aus der Ukraine unterbringen. Archivfoto: Christian Beier
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In drei Einrichtungen will die Stadt Wuppertal 1200 Flüchtlinge aus der Ukraine unterbringen.

Wuppertal. Für die Flüchtlinge aus der Ukraine, die derzeit übergangsweise in Wuppertaler Sporthallen leben, werden drei neue Einrichtungen gebaut.

Von Dawid Gryndzieluk

Damit soll die Stadt zwei Aufgaben bewerkstelligen: Die Sporthallen sollen wieder ermöglichen. Und gleichzeitig soll Wuppertal auf ein erhöhtes Aufkommen ukrainischer Flüchtlinge vorbereitet werden.

„Es gibt dringenden Bedarf und wir tun gut daran, uns jetzt vorzubereiten“, sagt Dezernent für Soziales, Jugend, Schule und Integration, Stefan Kühn. Er sieht ein Anwachsen der Personenzahl als begründet und resümiert: Derzeit leben 3914 Menschen aus der Ukraine in Wuppertal, davon 700 in Noteinrichtungen und 1400 in eigenen Wohnungen. Kühn erwartet für die nächste Zeit 250 weitere Menschen wöchentlich. Damit würde Wuppertal im Juni über 6000 ukrainische Flüchtlinge beherbergen, dafür erhält das Gebäudemanagement insgesamt 3 Millionen Euro. Dabei handelt es sich um drei bestehende Standorte, die Raum für 1200 Personen bieten sollen.

„Die Bewältigung der Kriegsfolgen ist eine gesamtstaatliche Aufgabe, keine der Kommunen.“

Johannes Slawig, Kämmerer

Die erste Einrichtung mit Unterkünften für ukrainische Flüchtlinge wird sich bei der Wuppertaler Tafel befinden. Der Verein begann bereits im März mit Renovierungsarbeiten in den Räumlichkeiten am Kleinen Werth zur städtischen Erstaufnahmeeinrichtung. Auch das Dachgeschoss wird laut Mitarbeitern der Stadt renoviert. 635 000 Euro aus städtischer Kasse sollen den Wohnraum in Barmen schnellstmöglich realisieren. Der zweite Standort wird das alte Art-Hotel in Wuppertal-Heckinghausen, Bockmühle, sein. Bis zu 950 000 Euro wird die Stadt investieren. Es ist zudem beschlossen, dass dieses Gebäude in weiterer Zukunft eine Gesamtschule werden soll. Aber die Zwischennutzung als Flüchtlingsunterkunft bis Ende 2023 beeinflusse diese Pläne nicht. Der dritte Standort ist zum jetzigen Zeitpunkt Gegenstand von Verhandlungen. Die Stadt rechnet nächste Woche mit einer Einigung. Es geht um den brachliegenden großen Standort der Deutschen Post am Kleeblatt in Elberfeld.

Die Finanzierung erfolgt laut Angaben der Stadt zunächst aus einem Sonderfonds. „Wir hoffen natürlich auf eine Erstattung vom Land aus Bundesmitteln“, erklärt Johannes Slawig, Kämmerer der Stadt. Derzeit gebe es Zuschüsse des Bundes für Kommunen in Höhe von drei Milliarden Euro. Slawig erwarte langfristige solche Hilfen des Bundes: „Die Bewältigung der Kriegsfolgen ist eine gesamtstaatliche Aufgabe, keine der Kommunen.“

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