Maskengegnerverunsichern Schulen

Ministerium warnt

Wuppertal -ab- Das NRW-Schulministerium hat die Stadt Wuppertal über eine geplante Aktion der Initiative „Querdenken 711“ am 9. November an Wuppertaler Schulen informiert. Die sogenannten Querdenker beabsichtigen, an diesem Tag Kinder und deren Angehörige an Schulen auf dem Schulweg anzusprechen und diesen unwirksame Masken mit einem Logo der Initiative und eine CO2-Messung unter den Masken der Kinder anzubieten, um auf die angebliche Gefährlichkeit und Unwirksamkeit der Masken hinzuweisen. Bei „Querdenken 711“ handelt es sich um eine Initiative aus Stuttgart, aus der Ableger in anderen Städten hervorgegangen sind und die bei Demonstrationen die Nähe zur extremen Rechten nicht gescheut hat.

„Schulverwaltungsamt, Ordnungsamt und Polizei sind informiert, um gegebenenfalls einzuschreiten“, sagt Schuldezernent Stefan Kühn. Das Ministerium weist darauf hin, dass Schülern die Teilnahme an derartigen Aktionen nicht durch die Beurlaubung vom Unterricht ermöglicht werde. Elternschaft und Schüler sollen angemessen und frühzeitig informiert werden.

Zu möglichen Konsequenzen heißt es: „Die Schule respektiert im Rahmen der freiheitlich-demokratischen Grundordnung unterschiedliche Auffassungen auch von Schülerinnen und Schülern. Dies beinhaltet jedoch nicht Handlungen, die zu Rechtsverstößen, Gesundheitsgefährdungen oder Gefährdungen des Schulfriedens führen.“ Dazu gehöre das bewusste Tragen ungeeigneter Mund-Nase-Bedeckungen sowie das Drängen anderer Schüler zu Verstößen gegen die Corona-Regelungen. Diese könnten geahndet werden. Gleiches gelte, wenn Schüler beispielsweise direkt vor der Schule bedrängt oder zu Verstößen gegen Coronaregeln aufgerufen werden.

„Wer auf so absurde Art und Weise versucht, Kinder für seine politischen Zwecke zu instrumentalisieren, sollte mit der CO2-Messung vielleicht bei sich selbst anfangen“, sagt Marcel Hafke, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der FDP-Landtagsfraktion. Darüber hinaus sei er sich sicher, dass die Schulkinder – und zwar von der Grundschule bis zur Oberstufe – sehr genau einordnen könnten, wer da an sie herantritt.

Die Initiative Querdenken selbst schreibt, dass es keine Aktion geben soll. Es handele sich um einen Test der Kommunikationsstrukturen.

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