Mann verbrennt am Teo Otto Theater

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Hier verbrannte ein unbekannter Mann in der Nacht zum Dienstag. Die Polizei sicherte die Stelle ab und stellte einen Sichtschutz auf. 

REMSCHEID Anwohner hatten die Flammen bemerkt. Feuerwehr konnte den Unbekannten nicht retten. Polizei ermittelt in alle Richtungen.

Von Frank Michalczak

Eine Ermittlungskommission der Wuppertaler Polizei muss die Hintergründe eines schrecklichen Ereignisses klären: Unterhalb des Parkplatzes an der Konrad-Adenauer-Straße, gegenüber dem Teo Otto Theater, verbrannte in der Nacht zum Dienstag ein unbekannter Mann. Ob es sich dabei um einen Suizid oder ein Gewaltverbrechen handelte, ist bis jetzt noch unklar. „Wir ermitteln in alle Richtungen“, erklärt Polizeisprecher Stefan Weiand.

Es war um 2.03 Uhr, als Anwohner die Feuerwehr alarmierten. Sie hatten Flammen an einem Spielplatz bemerkt – ganz in der Nähe des unteren Center-Eingangs, der zum Supermarkt Real führt. „Die Einsatzkräfte hatten zunächst vermutet, dass dort ein Mülleimer brannte. Als sie das Feuer löschten, mussten sie feststellen, dass es sich um einen Menschen handelte.“ Sie konnten ihn nicht mehr retten. „Er war bereits tot“, berichtet Stefan Weiand.

„Die Einsatzkräfte hatten zunächst vermutet, dass dort ein Mülleimer brannte.“
Stefan Weiand, Polizeisprecher

Die männliche Person habe schwerste Verbrennungen erlitten, wodurch die Identifizierung erschwert wird. Das Opfer hatte sich auf oder an einer Sitzbank aufgehalten, von der nur verkohlte Reste übriggeblieben sind.

Die Polizei sicherte noch in der Nacht die Stelle mit Flatterband ab und stellte einen Sichtschutz auf. Passanten wurden von Polizeibeamten am Dienstagvormittag umgeleitet. Sie konnten am Teo Otto Theater den oberen Center-Eingang nutzen. Der untere war abgesperrt.

Dass der Vorfall in Zusammenhang mit aktuellen Vermisstenfällen in Remscheid steht, kann Weiand nicht ausschließen. Am Montagabend kreiste ein Polizeihubschrauber über der Alleestraße, der bei der Suche nach ihnen zum Einsatz kam.

„Wir stehen erst am Anfang unserer Ermittlungen.“
Stefan Weiand

Bei der Feststellung der Identität des unbekannten Mannes werde möglicherweise ein DNA-Abgleich nötig werden. „Wir stehen aber erst am Anfang unserer Ermittlungen“, sagt der Polizeisprecher, der sich gestern Vormittag vor Ort ein Bild machte. Weiand hofft auf Zeugen, die etwas beobachtet haben. Erkenntnisse soll aber auch ein Brandsachverständiger liefern, der in die Remscheider Innenstadt gekommen war. Zudem wurde eine Obduktion angeordnet.

Dass sich Menschen selber schwere Brandverletzungen zufügen, ist in der Berufslaufbahn des Polizeisprechers schon vorgekommen. „Ich kann mich an einen Fall vor etwa zwanzig Jahren erinnern. Damals handelte es sich um einen Suizid“, berichtet Polizeisprecher Weiand.

Gegen 12.30 Uhr beendete die Kriminalpolizei ihre Spurensuche. Das Flatterband wurde eingerollt, der Sichtschutz abgebaut. Die Feuerwehr fuhr mit zwei Einsatzfahrzeugen vor und säuberte den Bereich mit einem Wasserschlauch. Zwischenzeitlich hatten sich an der Konrad-Adenauer-Straße zahlreiche Menschen eingefunden, die das Geschehen beobachteten – und sich darüber unterhielten, welche Tragödie sich hier in der Nacht zum Dienstag abgespielt hatte.

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