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Managerinnen für Heckinghausen

Kathrin Leppert (links) und Kristina Klack (rechts), die neuen Quartiersentwicklerinnen für die AWO KV Wuppertal e.V. im Programm Soziale Stadt Heckinghausen. 

WUPPERTAL Die beiden Expertinnen Kathrin Leppert und Kristina Klack haben schon viele Ideen für das Quartier.

Von Jeanette Nicole Wölling

„Mit offenem Blick und ohne Vorurteile“ wollen ab sofort zwei Mitarbeiterinnen der Wuppertaler Arbeiterwohlfahrt (Awo) „ihr“ Heckinghausen zunächst kennenlernen und dann managen. Kathrin Leppert und Kristina Klack leiten gemeinsam das Quartiersbüro des Stadtteils.

Bei der „Sozialen Stadt Heckinghausen“ wird die Entwicklung des Quartiers gefördert.

Die beiden jungen Frauen sind „Motor, Moderator und Dompteur“, wie Sozialdezernent Stefan Kühn bei der Vertragsunterzeichnung zwischen Stadt und Awo launig erklärte. Sie sollen den Stadtteil, der neu am NRW-Förderprogramm „Soziale Stadt“ teilnimmt und Investitionen in Höhe von 15,5 Millionen Euro erhalten soll, bei der Entwicklung und Umsetzung von Ideen begleiten.

Ein neues Stadtteilzentrum soll entstehen

Zahlreiche „Visionen“ habe die Stadt schon, berichtete der Sozialdezernent: Ein neues Stadtteilzentrum solle entstehen, wofür der Stadtteiltreff abgerissen würde. Zahlreiche Freizeitareale und Spielplätze sollen realisiert werden. Zusätzliche Gelder könnte es für eine neue Kindertagesstätte in der Nähe des Gaskessels geben.

Ein wirkliches Quartiersbüro, wie man es aus Wichlinghausen kennt, gibt es in Heckinghausen noch nicht. „Bis wir einen Standort gefunden haben, bieten wir Sprechstunden im Stadtteiltreff an der Heckinghauser Straße an“, sagt der Geschäftsführer des Awo Kreisverbandes Wuppertal, Frank Gottsmann.

Dass es noch keinen Raum für die beiden Quartiersentwicklerinnen gibt, begründet Stefan Kühn mit dem späten Eintreffen des Zuwendungsbescheids an die Stadt: „Erst am 21. Dezember ist uns der rechtskräftigen Bescheid zugegangen. Bis dahin hätten wir einem Träger gar keine Finanzierungszusage machen können.“ Erst nachdem das Land grünes Licht für die „Soziale Stadt Heckinghausen“ gegeben hatte, konnte der Awo der Zuschlag erteilt werden.

„Wir freuen uns, dass das geklappt hat, und haben mit unserer stellvertretenden Verbandsvorsitzenden, Renate Warnecke, jemanden an unserer Seite, der sich in Heckinghausen sehr gut auskennt“, verkündete Frank Gottsmann.

Als Heckinghauser SPD-Stadtverordnete und stellvertretende Bezirksbürgermeisterin weiß Renate Warnecke schon seit Langem um die Bedürfnisse der Bürger und die Wünsche der Vereine und Institutionen: „Die Heckinghauser haben sich, unterstützt von der BV, schon viele Gedanken darüber gemacht, was sie brauchen. Diese Informationen können direkt abgerufen werden.“

Eine lange Vorbereitungszeit, um Ideen zu sammeln, benötigen Kathrin Leppert und Kristina Klack daher wohl nicht, sondern können sich in den vier Jahren ihrer Tätigkeit ganz der Umsetzung widmen. Für die 27-jährige Geografin aus Dortmund und die 29-jährige Raumplanerin aus Marl wird das eine Herausforderung, der sie sich nach eigenem Bekunden gern stellen wollen.

SOZIALE STADT

ZEITRAUM Die „Soziale Stadt Heckinghausen“ läuft zunächst bis Ende 2021. Das Fördergebiet erstreckt sich vom Heidter Berg bis zum Rauental und von den Bahngleisen bis zur Freiligrath- und Kleestraße. 15,5 Millionen Euro will die Stadt in den Stadtteil investieren, wobei der Eigenanteil bei 20 Prozent liegt. 

PROJEKTE Dabei geht es einerseits um Städtebauförderung, beispielsweise Hof- und Fassadensanierung. Andererseits geht es um die Entwicklung von „Lebensräumen“. So ist für die Neugestaltung der Spiel plätze eine halbe Million Euro eingeplant. Eine weitere Million entfällt auf andere Freizeitflächen, die zum Teil noch geschaffen werden sollen. Außerdem soll das Areal zwischen Spiekerstraße, Auf der Bleiche und Wupper entwickelt werden. Sechs Millionen Euro sind für ein neues Stadtteilzentrum und die Schaffung einer „Neuen Mitte Heckinghausen“ eingeplant. 5,5 Millionen Euro stehen bereit.

Neben ihren fachlichen Kenntnissen in der Quartiersentwicklung sehen sie vor allem ihre Objektivität Heckinghausen gegenüber als Vorteil: „Wenn man von außen kommt, hat man einen offenen Blick“, sagt Kathrin Leppert, die gemeinsam mit ihrer Kollegin direkt anfangen will, Kontakte zu knüpfen.

Info: Kontakt zur Awo unter Telefon 0202/ 245770.

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