Getränk

Liwo: Wuppertaler Limonade ist auf dem Vormarsch

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Sven Ibach will das Geschäft mit Liwo weiter ausbauen.

WUPPERTAL Die Limonade „Liwo“ aus Wuppertal soll gesünder sein als herkömmliche Limonaden, jetzt gibt es sie auch außerhalb von Wuppertal zu kaufen. Die Nachfrage steigt.

Von Andreas Eichhorn 

Eine Limonade, die den Blutzuckerspiegel nicht wie andere Limonaden durcheinanderbringen und trotzdem gut schmecken soll – es scheint ein Erfolgsrezept zu sein, das die Gründer der Wuppertaler Limonade Liwo gefunden und das Sven Ibach und seine Mitstreiter nun weiterentwickelt haben. Denn seit Jahresanfang werde die seit April 2015 erhältliche Limonade erstmals nicht nur in Wuppertal verkauft, sondern auch deutschlandweit an Tankstellen und Kiosken, sagt Ibach. Das junge Unternehmen konnte einen Vertrag mit dem Großhändler Lekkerland unterzeichnen, der Tankstellen und Kioske beliefert. Alleine seit Jahresanfang habe man so schon fast 10 000 Dosen verkaufen können, freut sich der 44-Jährige, der Liwo von den Gründern bei einer Ebay-Auktion im Jahr 2017 ersteigerte.

Die Idee zu der Limonade, die statt mit Haushaltszucker mit Isomaltulose gesüßt und nach Firmenangaben gut verdauliche Kohlenhydrate, Ballaststoffe, Vitamine und einen Grüntee-Extrakt enthält, stammt von einem jungen, dreiköpfigen Start-up aus Wuppertal. Dieses arbeitete nach Firmenangaben mit Medizinern, Diabetologen, Ernährungsberatern und Naturwissenschaftlern der Uni Wuppertal und des Evalomed-Instituts für Gesundheitsforschung aus Düsseldorf zusammen und erhielt ein mit 100 000 Euro dotiertes Gründerstipendium des Bundeswirtschaftsministeriums. Während der Verkauf in Wuppertal gut anlief, gab es allerdings schnell Probleme mit dem überregionalen Verkauf. Und so entschieden sich die Gründer 2017, das Unternehmen über die Online-Auktionsplattform Ebay zu verkaufen.

Das nächste Ziel ist, Liwo in den Einzelhandel zu bringen

Das war der Moment, als Sven Ibach zuschlug. Dabei habe ihn nicht nur das Konzept einer möglichst gesunden Limonade überzeugt, erzählt der 44-Jährige, der schon seit Jahren unter anderem als Berater für Getränkefirmen arbeitet und sich mit dem Vertriebsaufbau auskennt. „Ich finde es eine sehr gute Idee, dass Wuppertal seine eigene Limonade hat“, sagt er. Außer dem Wuppertaler Brauhaus habe die Stadt kaum lokale Firmen mehr, die Getränke herstellten. „Das ist eigentlich ein Armutszeugnis für die Stadt“, sagt Ibach.

Mit seinen mittlerweile zwei Mitstreitern habe er zunächst den Altlagerbestand von 10 000 Flaschen der ursprünglichen Sorte Zitrone-Kaktusfeige in der Mehrweg-Kunststoffflasche verkauft. „Die Resonanz war verhalten“, erinnert sich Ibach. Gleichzeitig habe man begonnen, Alternativen zu entwickeln. Zunächst 20 000 Flaschen der Sorte Acai-Limon, von der mittlerweile immerhin nur noch 1000 übrig seien. Und schließlich die neue Sorte Pfirsich-Passionsfrucht, die in der Einwegdose verkauft wird und der Renner sei. „Die Dose läuft besser“, ist Ibachs Erfahrung. Denn diese müsse man nicht über Großhändler in die Supermarkt-Regale bringen, die dafür hohe sogenannte Listungsgelder verlangten. „Das macht es kleinen Unternehmen schwer und war auch das Problem unserer Vorgänger“, sagt Ibach mit Blick auf die Firmengründer. Die Dose könne er dagegen direkt an die Händler verkaufen und liefern lassen. Weitere große Tankstellen sollen nun als Abnehmer folgen. „Und wir wollen überregional in den Lebensmitteleinzelhandel“, kündigt Ibach an. Dann werde das Unternehmen, das die drei Mitarbeiter mit Hilfe von Vertriebs- und Produktionspartnerfirmen vom Wuppertaler Lager aus derzeit alleine und ehrenamtlich stemmten, irgendwann auch Gewinn abwerfen.

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