Leichlinger Innenstadt: Wieder alles auf Anfang

Bürgermeister Ernst Müller. Archivfotos: Christian Beier

NEUE PLÄNE Rund 10 000 Quadratmetermehr für Handel. Neukirchener Straße wird tiefergelegt.

Von Kathrin Schüller

Leichlingen. Einen Tag nachdem das Oberverwaltungsgericht in Münster den Berufungsantrag der Bürgerinitiative „Rettet den Stadtpark“ abgelehnt hatte (ST berichtete), präsentierten Projektentwickler Horst-Alexander Spitzkopf und Bürgermeister Ernst Müller neue Pläne zur künftigen Innenstadt-Gestaltung. Zunächst im kleinen Kreis mit einigen Ratsmitgliedern und sachkundigen Bürgern.

Auf Tageblatt-Nachfrage stellte der Verwaltungschef gestern die Eckdaten vor. Danach soll sich statt der bisher angedachten verschiedenen kleineren Gebäude ein großes Geschäfts- und Wohnhaus ab dem ersten Stock vom neuen Stadtpark bis zur Wupper erstrecken. Hier wird, wie bisher geplant, Platz für einen Supermarkt entstehen, darüber hinaus aber auch genügend Raum, um Branchen wie Kleidung, Schuhe, Elektro und Gastronomie attraktive Standorte bieten zu können. Müller rechnet mit rund 10 000 Quadratmetern neuer Handelsflächen. Das ist mehr als das Doppelte der zuletzt diskutierten Variante. Nach Einschätzung des Verwaltungschefs könnte die jüngste Version ein „großer Wurf für die Stadt werden“. Der „sehr mutige, aber konsequente Schritt“ sei notwendig, um Geschäfte mit Magnetwirkung zu holen und Kaufkraft zurückzugewinnen.

Um die völlig neuen Pläne realisieren zu können, müsste die Hauptverkehrsader der Stadt, die Neukirchener Straße, etwa von der Einmündung Am Büscherhof bis zum Kreisel Montanusstraße tiefergelegt werden. Zwei Abfahrten sollen zu einer Tiefgarage führen, die beidseitig der Straße insgesamt rund 500 Parkplätze bieten wird.

Am 12. Dezember berät der Rathinter verschlossenen Türen

Die Anbindung an das Brückerfeld und an die dort ansässigen Geschäfte soll über eine zusätzliche Fußgängerbrücke geschaffen werden. Als Ausgleich für wegfallende Grünflächen will man den Rathausparkplatz mit den alten Platanen in einen Park umwandeln. Der Entwurf sei auf überwiegend einhellige Begeisterung gestoßen, sagte Bürgermeister Müller. Aber natürlich müssten noch viele Detailfragen geklärt werden.

Am 12. Dezember sollen erstmals Modelle und Skizzen im Rat diskutiert werden – hinter verschlossenen Türen.

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