Leichlingen nach dem Hochwasser

Vier Menschen gerettet, eine Person weiter vermisst

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In Leichlingen informiert die Feuerwehr per Lautsprecherfahrten über die aktuelle Lage.

Fast alle Wupperbrücken in Leichlingen bleiben gesperrt. Nach dem Hochwasser beginnt das große Aufräumen. Heute läutet die Stadt dazu den zweiten Schritt ein. Viele Nachfragen zu Hochzeiten gehen ein.

Burscheid. In Leichlingen ziehen sich die Wassermassen langsam zurück. Seit gestern können die Menschen in Balken, Wietsche und Büscherhöfen zurück in ihre Wohnungen. Gegen 16 Uhr hatte die Feuerwehr das Gebiet wieder freigegeben. Dennoch bleibt die Lage insbesondere für die Einsatzkräfte angespannt: Am Abend standen rund 400 Einsätze aus, während weiter neue Hilferufe eingehen, berichtet Ute Gerhards, Sprecherin der Stadt Leichlingen.

„Nach dem Brand auf der Neukirchener Straße gilt eine Person weiter als vermisst. Die DLRG konnte gestern vier Personen aus Gewässern retten“, teilt Gerhards mit.

Die Wupper-Brücken in der Leichlinger Innenstadt bleiben bis auf die Brücke auf der Opladener Straße weiterhin vorsorglich gesperrt und werden konstant von Fachleuten beobachtet.

Viele der in den Grundschulen notuntergebrachten Personen konnten inzwischen entweder in ihr Zuhause zurückkehren oder haben anderweitig unterkommen können. „Auch an die Altersheime Weltersbach und Hasensprungmühle konnte die Stadtverwaltung Gestrandete vermitteln.“ Die Leichlinger zeigten eine ungeheure Solidarität.

Das Rathaus bleibt vorerst geschlossen; Strom und Internet sind ausgefallen. Viele Anfragen erreichten die Stadt mit Blick auf geplante Trauungen. „Die Stadtverwaltung und die Schlossherren unternehmen alles, damit die vier für Freitag und Samstag geplanten Trauungen auf Schloss Eicherhof stattfinden können. Nach aktuellem Stand wird dies gelingen.“ Anders sehe es im Sinneswald aus, der vom Starkregen gezeichnet ist. „Standesbeamtin Brigitte Gutendorf hat in enger Absprache mit der Standesamtsaufsicht alles getan, um trotzdem eine zufriedenstellende Lösung zu finden. Die geplante Trauung erfolgt nun im heimischen Garten.“ Bei Sterbefällen gelten Bestatter als Ansprechpartner, die in engem Kontakt mit dem Standesamt stehen. 

In Gebieten, in denen der Strom ausgefallen oder das Mobilfunknetz kaum funktioniert, informierte die Feuerwehr per Lautsprecherdurchsage über die aktuelle Situation.

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