Umweltschutz

Lehren aus dem Nachhaltigkeitspreis

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Björn Amend und Eva Wenndorf betreiben den Laden „Unverpackt“ an der Rethelstraße.

DÜSSELDORF Heute werden die Nominierten ausgezeichnet. Ihre Ideen sind Impulse für den Alltag.

Von Jan Wiefels

Vor prominenten Gästen wie Schauspieler Richard Geere und Musiker Rea Garvey wird heute Abend der Deutsche Nachhaltigkeitspreis verliehen. Die Auszeichnung geht an Unternehmen, Initiativen und Personen, die sich für eine bessere Umwelt einsetzen. Das sind die Nominierten.

Mehr Fahrrad fahren

Münster wird in der Kategorie „Nachhaltigste Großstädte 2019“ ausgezeichnet. Ein Grund dafür ist der hohe Anteil an Radfahrern. „Die umweltfreundliche Mobilität wird mit einem gut ausgebauten Radwegenetz, Abstellmöglichkeiten und Serviceangeboten gefördert“, heißt es in der Preis-Begründung. All diese Punkte erfüllt die Landeshauptstadt bisher nur in Teilen.

Verpackungsmüll reduzieren

Für den Next Economy Award ist das Start-up Bio-Lutions nominiert. Das junge Unternehmen produziert Verpackungsmaterialien und Einweggeschirr aus Agrarresten. Auch in Düsseldorf gibt es viele Möglichkeiten, um beim Einkaufen weniger Müll zu produzieren – zum Beispiel durch Besorgungen bei einem der drei Unverpackt-Läden. Dort kann man selbst Tüten und Dosen mitbringen, um Lebensmittel in der gewünschten Menge abzufüllen.

Nachhaltiger telefonieren

Nach zwei bis drei Jahren wechseln viele Nutzer ihr Smartphone. Das alte bleibt oftmals ungenutzt liegen und wird schließlich Sondermüll. Die Shift GmbH, ebenfalls nominiert für den Next Economy Award, setzt daher auf aufrüstbare Handys, die länger genutzt werden können. Sind Teile zu langsam oder defekt, können sie vom Nutzer selbst ausgetauscht werden. Bei den meisten großen Herstellern ist das nicht möglich. Die mit dem Betriebssystem Android arbeitenden Smartphones gibt es ab 444 Euro. Wer dennoch lieber auf Apple, Samsung oder andere große Hersteller setzt, kann das alte Telefon auch bei Diensten wie rebuy.de oder wirkaufens.de verkaufen.

Keine Lebensmittel verschwenden

Zu viele Lebensmittel landen im Müll. Das für den Next Economy Award nominierte Unternehmen Sirplus verkauft überschüssige, aber noch genießbare Lebensmittel online (www.sirplus.de). Wem die Internet-Bestellung zu umständlich ist, kann in Düsseldorf auch auf anderem Weg Lebensmittel „retten“. Die App „Too Good To Go“ (toogoodtogo.de) listet Restaurants, Bäckereien und Supermärkte auf, die übrig gebliebene Gerichte oder Lebensmittel zu reduzierten Preisen abgeben.

Grüner Feiern

Rheinländer sollen ja gerne feiern. Auch dabei kann man nachhaltig sein. Wie, das wollen die Veranstalter des Nachhaltigkeitspreises vormachen. Unter anderem besteht das Dinner aus Bio-Produkten, die möglichst regional und saisonal sind. Für die Veranstaltung wird Ökostrom genutzt, und der blaue Teppich, über den die Prominenten laufen, besteht aus regenerierten Wertstoffen. Für die eigene Party braucht es sicher keinen speziellen Teppich, aber Gläser und Geschirr statt Plastik und Pappe helfen, den Müllberg klein zu halten. Auch Pfand- statt Einwegflaschen sind ein Beitrag zum grünen Feiern.

DER PREIS

NACHHALTIGKEIT Seit 2008 sucht der Deutsche Nachhaltigkeitspreis jedes Jahr kreative Lösungen für die Herausforderungen von morgen. Mit Europas größter Auszeichnung für ökologisches und soziales Engagement werden Spitzenleistungen der Nachhaltigkeit gewürdigt.

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