Enttäuschende Nachricht

Lego lehnt den Schwebebahn-Entwurf ab

Die Lego-Schwebebahn bleibt ein Entwurf im Computer und kommt nicht als Baustein-Set in die Kinderzimmer. Entwurf: Manuel Dwinger/Lego Ideas
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Die Lego-Schwebebahn bleibt ein Entwurf im Computer und kommt nicht als Baustein-Set in die Kinderzimmer.

Wuppertal. Student Manuel Dwinger hatte 10.000 Unterstützer für seine Idee gefunden.

Von Anne Palka

„Es tut uns leid, diese enttäuschende Nachricht zu überbringen“: Lego hat entschieden, die Schwebebahn nicht als reguläres Baustein-Set zu produzieren. Das wurde am Dienstag bekannt gegeben. Eine Jury hat darüber beraten, nachdem der Wuppertaler Student Manuel Dwinger 10 000 Unterstützer für seinen Entwurf fand.

An Heiligabend 2021 veröffentlichte er den Vorschlag auf der Internet-Plattform „Lego Ideas“. Die Stimmen, die er benötigte, damit sich das Unternehmen damit beschäftigt, sammelte er in zwei Monaten. Acht Monate später kam nun die negative Entscheidung.

„Das enttäuscht natürlich“, sagt Martin Bang, Geschäftsführer von Wuppertal Marketing. Er hatte damals eine Stadtwette ausgerufen, um die Stimmen möglichst schnell zu sammeln. In den vergangenen Monaten habe Wuppertal Marketing mehrfach nachgefragt, wann mit einer Entscheidung von Lego zu rechnen ist, und werde auch nun noch einmal nachhaken. „Wir haben so viele tolle neue Wuppertal-Produkte, das tröstet ein wenig darüber hinweg“, sagt Bang.

Von den 39 Produkten, die in der ersten Jahreshälfte 10 000 Unterstützer erhielten, beschied Lego vier positiv: Insekten, den Orient-Express, Science-Fiction-Szenen und eine Polaroid-Kamera. Zu den Gründen, warum die Jury die Schwebebahn ablehnt, äußert sie sich nicht. Die Möglichkeit, sie als Set herauszubringen, sei überdacht worden. Als Kriterien nennt Lego, wie gut ein Entwurf in die Marke passt, wie groß die erwartete Nachfrage ist, ob die Kapazität vorhanden ist, und ob das Modell sicher und gut bespielbar wäre.

Im Sommer 2021 war Manuel Dwinger das erste Mal in Wuppertal – und fasziniert von der Schwebebahn. Und als Kind habe er viel mit Lego gespielt. Also entwickelte er am Computer den digitalen Entwurf für eine Lego-Schwebebahn. Die Idee, dass daraus ein richtiges Set werden könnte, kam ihm erst später.

„Ich glaube, das, was Wuppertal zu Wuppertal macht, ist vor allem die Schwebebahn. Ich denke schon, dass das ein großer Teil der Stadt ist“, sagte Manuel Dwinger. Er baute sie so realistisch wie möglich nach. Es sei nicht so einfach gewesen, den richtigen Farbton zu finden: „Das Gerüst hat ein ganz charakteristisches Grün und Rostrot.“

Die Scheiben am Ende mit der Sitzplatzkonstellation, die die Fahrgäste direkt auf die Wupper unter ihnen schauen lassen, und die Räder sehen dem Original sehr ähnlich. Später kamen noch ein Gerüst und ein kleiner Bahnsteig hinzu. „Das haben sich viele gewünscht“, sagte der Student. Ohnehin sei die Schwebebahn ohne Gerüst eigentlich unfertig.

„Ich hatte immer ein bisschen Angst, dass ich es nicht so hinbekomme, dass es aussieht, als würde sie hängen.“ Das Problem hat Manuel Dwinger mit durchsichtigen Lego-Steinen gelöst.

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