Musical

Lampenfieber und Nervenkitzel: Vorsingen für das neue Projekt

20 Interessierte haben sich für das Vorsingen für das neue Musical-Projekt der Bergischen Universität angemeldet.
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20 Interessierte haben sich für das Vorsingen für das neue Musical-Projekt der Bergischen Universität angemeldet.

Bergische Uni: Das Stück „Pippin“ von Komponist Stephen Schwartz soll im Juni 2023 aufgeführt werden.

Von Johanna Christoph

Wuppertal. Auf der Bühne stehen, baden im Scheinwerferlicht – für manche ist es ein Hobby, für andere der Lebenstraum, für viele oft eine unvergessliche Erfahrung. So haben sich rund 20 Interessierte für die Audition (Vorsingen) für das neue Musical-Projekt der Bergischen Universität angemeldet.

„Sie müssen nicht Musik studieren, aber sie müssen einen Ton halten können“, erklärt Valerie Bruhn, Spezialistin für klassischen Gesang, Gesangsmethodik und Musiktheater an der Bergischen Uni Wuppertal. Sie ist die Leiterin des Projekts. Zusammen mit Waltraud Mudrich, wissenschaftliche Mitarbeiterin der BUW in der Fachgruppe Musikpädagogik und Regieassistentin, leitet sie das Vorsingen. Zehn Minuten hat jeder Zeit, um jeweils ein selbst ausgesuchtes Musical-Stück und ein Pop-Stück vorzutragen. Begleitet werden sie dabei von Pianist Pascal Schweren.

Das Musical, das im Sommer 2023 aufgeführt werden soll, ist „Pippin“ von Stephen Schwartz. Der US-amerikanische Komponist ist unter anderem auch für das Musical „Wicked“ bekannt. Geprobt werden soll jeden Donnerstagabend. Eingeleitet wird das Musical von der einen Hauptrolle, der des „Prinzipal“ oder auch „Erster Schauspieler“ (eng. leading player). Dieser erzählt die Geschichte von Pippin, dem naiven, ältesten Sohn Karls des Großen. Pippin strebt danach, sein Leben zu etwas Außergewöhnlichem zu machen, sucht nach Erfüllung. Am Ende seiner Reise findet er sein Glück in der Liebe, in den gewöhnlichen Momenten des täglichen Lebens. „Das sind die zwei Kernrollen, die sind sehr schwer. Die müssen wir gut besetzen“, sagt Waltraud Mudrich. Insgesamt 16 Mikroports (also Mikrofone) sind zu vergeben. „Leider werden wir nicht alle einbauen können, denn die Bühne ist nicht so riesig und mit Tontechnik müssen wir schauen“, erzählt Bruhn. Die Sänger wollen also gut ausgesucht sein.

Es sind vier Aufführungenfür den Sommer 2023 geplant

„Wir machen dieses Mal vier Aufführungen anstatt zwei, wir hoffen, dass wir alles doppelt besetzen können, auch weil sich so viele gemeldet haben“, sagt Bruhn. Aber: „Einige werden komplett leer ausgehen, manche werden nur im Chor und im Ensemble sein“. Die Bewerber sollten zum Vorsingen auch Klaviernoten für den Pianisten Pascal Schweren mitbringen. Der muss sich in kurzer Zeit mit den Noten vertraut machen, um so zu spielen, dass er den Sängern helfen kann, denn alle Musical-Songs kann er unmöglich kennen.

Sarah Drewlo studiert Musik und Philosophie an der BUW, mit Gesang im Hauptfach. Die Sopranistin kommt beim Vorsingen als Erste an die Reihe. Mitgebracht hat sie dafür „Almost there“ aus dem Disney-Film „Küss den Frosch“ und den Klassiker „The way you look tonight“. Jeder Bewerber muss einen Bogen ausfüllen. Abgefragt werden da etwa Körpergröße oder auch Tanz- und Theatererfahrung. Die hat die 22-Jährige auf jeden Fall: Schon als Kind begann sie, in einem Chor zu singen, der mit den Opernhäusern in Düsseldorf und Neuss kooperiert hat. So hat sie schon bei Musicalproduktionen mitgewirkt. „Ich war sehr, sehr nervös, das liegt aber auch daran, dass ich generell ziemlich nervös bin und Lampenfieber habe“, erzählt sie nach ihrer Audition. „Aber ich habe mich sehr wohl gefühlt, sehr geborgen mit dem Moment.“ Warum sie genau diese beiden Stück gewählt hat? „Mit ,Almost there‘ habe ich meine Eignungsprüfung damals bestanden“, erzählt sie. Und „The way you look tonight“ sei einer ihrer Lieblinge.

Feedback bekommen die Bewerber nach ihrem Vorsingen nicht. Bescheid darüber, ob sie einen Part bekommen haben oder nicht, erhalten sie per E-Mail, erzählt Bruhn. Der Cast sollten bald feststehen. Noch stünden einige Fragezeichen im Raum, doch die beiden Hauptrollen seien bereits sicher. Wer sie jedoch bekommen hat, will die Projektleiterin noch nicht verraten.

Termine

Das neue Musicalprojekt „Pippin“ der Bergischen Universität Wuppertal läuft über zwei Semester. Geplant sind Aufführungen am Freitag, 16. Juni, Samstag, 17. Juni, Freitag, 23. Juni, und Samstag, 24. Juni 2023.

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